Kommentar
Buchser lehnen Budget ab: kein Problem gelöst

Zwei Drittel der Buchser wollen keine Steuererhöhung um 8 Prozent. Der Kommentar.

Nadja Rohner
Nadja Rohner
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Luftaufnahme Buchs aus dem Jahr 2012.

Luftaufnahme Buchs aus dem Jahr 2012.

zvg

Der Buchser Gemeinderat hat sich redlich bemüht, der Bevölkerung klarzumachen: Wir laufen finanziell auf dem Zahnfleisch; so geht es nicht weiter. Doch vergeblich. Die Buchser haben schon wieder ein Budget abgelehnt. Bereits vor drei Jahren wollten sie von einer Steuererhöhung nichts wissen.

Waren die 8 Prozent ein zu grosser Sprung, zumal die Steuern schon dieses Jahr um faktisch 3 Prozentpunkte gestiegen sind? Möglich. Doch hätte der Gemeinderat die Steuererhöhung etappiert, hätte man ihm auch daraus einen Strick drehen können – Stichwort Salamitaktik.

Der Ammann kündigt bereits an, dass auch das zweite Budget nicht ohne Steuererhöhung auskommen werde. Es muss ein Kompromiss her. Denn klar ist: Wenn eine 8000-Einwohner- Gemeinde den Dorfvereinen Beiträge im Hundertfrankenbereich streichen muss, spart sie sich zu Tode – und vor allem finanziert sie damit keine neuen Schulhäuser wie das Risiacher, wofür demnächst 19 Mio. Franken anfallen.

nadja.rohner@chmedia.ch