Kommentar
Bevölkerung erwartet Gegenwert

Die beiden Standortgemeinden könnten den Campussaal mietfrei nutzen, dieses Angebot wird jedoch nur selten benutzt. Ein Kommentar.

Claudia Meier
Claudia Meier
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Der Campussaal bietet eine Infrastruktur für alle Anlässe, wie hier im Mai 2014 am 25-Jahr-Jubiläum der Musikschule Brugg.

Der Campussaal bietet eine Infrastruktur für alle Anlässe, wie hier im Mai 2014 am 25-Jahr-Jubiläum der Musikschule Brugg.

Sandra Ardizzone

Die Realisierung des Campussaals war eine Zangengeburt und ein starkes Zeichen für eine gemeinsame Zukunft. Mehrmals mussten die politischen Behörden und das Stimmvolk der Gemeinden Brugg und Windisch ein Bekenntnis zu diesem Saal abgeben. Im Vorfeld wurde viel versprochen. Die kritischen Stimmen waren nicht zu überhören.

«Es geht darum, einen soliden Start des Campussaals zu ermöglichen», sagte Stadtammann Daniel Moser vor zwei Jahren, als es galt, die Betriebsbeiträge der Gemeinde Windisch und der Stadt Brugg für den Campussaal zu erhöhen.

Einwohnerrat und Stimmvolk mussten also bereits vor Inbetriebnahme des Saals für die nächsten fünf Jahre Ja sagen zu höheren Kosten. Nun erwartet die Bevölkerung einen Gegenwert und will diesen Saal kennen lernen. Dass die Standortgemeinden den Campussaal im 2014 nur viermal mietfrei genutzt haben und somit der Öffentlichkeit kaum zugänglich machten, ist ein schwaches Zeichen für dieses gemeinsame Projekt.

Natürlich ist auch die mietfreie Nutzung mit Kosten verbunden und der Saal wurde ja nicht nur für die Brugger und Windischer gebaut. Trotzdem: Es braucht zusätzliche Anstrengungen der Standortgemeinden, damit die Bevölkerung von diesem Projekt profitieren kann. Denn die Abstimmung über weitere Betriebsbeiträge dürfte schneller kommen, als den Behörden lieb ist.