Café Fédéral
Bescherung im Bundesrat

Dennis Bühler
Dennis Bühler
Drucken
Bald nicht mehr Bundespräsident: Johann Schneider-Ammann. (Archivbild)

Bald nicht mehr Bundespräsident: Johann Schneider-Ammann. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/SHAWN THEW

Der abtretende Bundespräsident verteilt jeweils in der letzten Sitzung vor Weihnachten Geschenke an seine Kolleginnen und Kollegen. Exklusiv haben uns weniger gut unterrichtete Quellen nun informiert, wem Johann Schneider-Ammann übermorgen Mittwoch was überreichen wird.

Dem Finanzminister Ueli Maurer schenkt er eine Schutzweste – mit Verweis auf dessen Vorwurf im Nationalrat während der Budgetdebatte: «Sie schiessen nicht gezielt, sondern mit einer Schrotflinte, sodass zufällig irgendjemand getroffen wird.» So bleibe er wenigstens selbst unverletzt, wird der abtretende Bundespräsident frotzeln. Alain Berset drückt
er eine Bundesverfassung in die Hand. «Lerne über die Feiertage Artikel 62 auswendig», wird er dem Innenminister raten. «Bildung ist kantonale Sache. Vergiss dein Frühfranzösisch.» Verteidigungsminister Guy Parmelin erhält einen Papierflieger. «Für mehr reicht unser Geld auch 2017 nicht», wird Schneider-Ammann sagen und ihm eine kleine weisse Kugel überreichen: «Statt einiger Rafale sollst du ein Raffaello haben.» Justizministerin Simonetta Sommaruga erhält ein sehr persönliches Geschenk: ein Kussabo. «Wenn Jean-Claude und Lukas nicht mehr wollen: Ich bin bereit», wird Schneider-Ammann flüstern.

Didier Burkhalter macht er das teuerste Geschenk: einen Gutschein für einwöchige Ferien auf dem Bauernhof – damit der Aussenminister auch mal länger als ein, zwei Tage in der Schweiz bleibt. Verkehrsministerin Doris Leuthard schliesslich schenkt er eine Flasche Gin, den er sich kostenlos von einem Schnapsbrenner hat schicken lassen. «Das gehört sich für Präsidenten so!»

Aktuelle Nachrichten