Raumkonzept
Berufsschulen: Die Regierung zeigt Mut

Das Standort- und Raumkonzept für die Sekundarstufe II ist schon vor seiner Publikation heftig kritisiert worden. Die Regierung habe sich sehr viel Zeit gelassen damit – das stimmt.

Hans Fahrländer
Hans Fahrländer
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Die Regierung habe ja doch nicht den Mut für echte Konzentrationen, aus Angst vor Widerständen aus den Regionen – das stimmt nicht, wie sich nun zeigt.

Die Regierung habe ja doch nicht den Mut für echte Konzentrationen, aus Angst vor Widerständen aus den Regionen – das stimmt nicht, wie sich nun zeigt.

Und: Die Regierung habe ja doch nicht den Mut für echte Konzentrationen, aus Angst vor Widerständen aus den Regionen – das stimmt nicht, wie sich nun zeigt.

Das gestern präsentierte Konzeptpapier darf durchaus als mutig bezeichnet werden, vor allem, was die künftigen Standorte der Berufsfachschulen betrifft. Die Kriterien «Bessere Auslastung» und «Schaffung von Kompetenzzentren» stehen gleichberechtigt neben der regionalen Verteilung. Natürlich könnte man sagen: Der Mut der Regierung hält sich in Grenzen, sie präsentiert nur eine Auswahlsendung, entscheiden muss jetzt die Politik.

Doch wie wären die Reaktionen ausgefallen, wenn die Regierung nur eine Lösung präsentiert hätte? Nein, das Vorgehen ist richtig. Und keine der drei Varianten verzichtet auf Einschnitte. Alle Varianten verlangen von (fast) allen Schulen Veränderungswillen.

Was es im Vorfeld auch geheissen hat: Der Fricktaler Bildungsdirektor getraue sich ja doch nicht, das Berufsbildungszentrum Fricktal anzutasten. Auch dies war ein Irrtum: Eine der drei Varianten rechnet nicht mehr mit dem Standort Rheinfelden. Damit es der Bildungsdirektor nicht sagen muss, sagen wir es hier: Diese Streichung wäre der schwerwiegendste aller Eingriffe. Brugg behält auf jeden Fall die Berufsfachschule Gesundheit und Soziales.

Und Wohlen behält auf jeden Fall seine Kanti. Das Fricktal aber hat schon keine Mittelschule. Da wäre der Verlust auch noch der Berufsfachschule ein sehr brutaler Eingriff.