Affäre Dubler
Ammann bis zum letzten Blutstropfen

Gegen den Wohler Ammann Walter Dubler stehen nun weitere Vorwürfe im Raum: Er soll es auch bei Nebeneinkünften nicht so genau genommen haben. Der Kommentar von Toni Widmer, Ressortleiter Freiamt.

Toni Widmer
Toni Widmer
Drucken
Teilen
Walter Dubler, der Ammann von Wohlen, das knapp 16'000 Einwohner zählt und zu den wachstumsstärksten Gemeinden im Kanton Aargau gehört.

Walter Dubler, der Ammann von Wohlen, das knapp 16'000 Einwohner zählt und zu den wachstumsstärksten Gemeinden im Kanton Aargau gehört.

Toni Widmer

Vor zwei Wochen ist bekannt geworden, dass der Wohler Gemeindeammann Walter Dubler sich anderthalb Jahre lang zu hohe Arbeitgeberbeiträge in die Pensionskasse hat anweisen lassen. Der Gemeinderat hat davon nichts gewusst und eine interne Untersuchung angeordnet, die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet.

Mitten in die laufenden Abklärungen kommt der nächste Vorwurf: Walter Dubler soll auch im Umgang mit Entschädigungen für Nebenämter ein seltsames Finanzgebaren an den Tag gelegt haben.

«Was kommt als Nächstes?», fragt sich der Präsident der Wohler Finanzkommission, völlig frustriert darüber, dass es dem Wohler Gemeindeammann offensichtlich gelungen ist, jegliche Kontrollinstrumente auszuhebeln.

An einen Rücktritt denkt Walter Dubler bisher nicht. Er fühlt sich über alle Vorwürfe erhaben, zumal die Unregelmässigkeiten von seinem Erzfeind, dem SVP-Grossrat und Einwohnerrat Jean-Pierre Gallati aufgedeckt worden sind.

Gegen ihn laufe eine Schlammschlacht, man wolle ihn fertigmachen, hat er verlauten lassen. Und in seine Klagen stimmen seine Freunde mit ein; sie halten ihm die Stange, obwohl er die Sache mit der Pensionskasse zugegeben hat.

Walter Dubler sieht sich als Opfer. Er, der so viel für Wohlen getan habe wie keiner zuvor, er, den niemand ersetzen könne, gebe nicht auf. Er bleibe Gemeindeammann von Wohlen, hat er gesagt. Bis zum letzten Blutstropfen.

Den Artikel zum Thema lesen Sie hier.

Aktuelle Nachrichten