Kommentar
AKB-Bilanz: Es dürfte ewig so weitergehen

Mathias Küng
Mathias Küng
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Die Aargauische Kantonalbank hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich.

Die Aargauische Kantonalbank hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich.

Viele Jahre lenkte CEO Rudolf Dellenbach die Geschicke der Aargauischen Kantonalbank (AKB). Unter seiner Ägide lieferte diese ihrem Besitzer, dem Kanton Aargau und damit allen Aargauerinnen und Aargauern, Jahr für Jahr mehr Gewinn ab. In dieser Zeit erhöhten sich die von ihr betreuten Vermögenswerte massiv, die Eigenmittel ebenso. Der bürgerliche Think Tank Avenir Suisse schätzt, dass sich der Wert der AKB seit 2005 um mehr als eine Milliarde auf knapp 2,8 Milliarden Franken erhöht hat. Das ist noch erfreulicher, wenn man sieht, in welche Richtung sich die Ertragslage einer anderen sehr namhaften Staatsbeteiligung, die des Energiekonzerns Axpo, entwickelt hat.

Beteiligungen der Kantone gelten als deren «Tafelsilber». Die AKB verdient diese Bezeichnung. Man würde sich wünschen, dass es mit ihr ewig so weitergeht. Im schwierigen und unsicheren (Zins-)Umfeld darf man aber nicht auf laufend neue Rekorde hoffen. Deshalb ist es richtig, dass der Kanton künftige Erträge vorsichtig budgetiert. Es darf nicht der Verdacht aufkommen, dass der klamme Kanton «seine» Bank aushöhlt.

Entsprechende Befürchtungen bei bürgerlichen Kritikern sind da. Doch sie scheinen unberechtigt, wenn man sieht, dass die Bank inzwischen über ein sattes Eigenkapital von 2,1 Milliarden Franken verfügt. Zudem nehmen nicht alle kantonalen Parlamente ihre Aufsichtspflicht so ernst wie der aargauische Grosse Rat. Dies gibt ebenfalls Gewähr dafür, dass die Bank auch in naher Zukunft stattliche Gewinne abwerfen wird.

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