Apropos
Ab morgen soll jedes E-Mail fünf Rappen kosten

Raffael Schuppisser
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Raffael Schuppisser: «Ein Vorschlag: Ab morgen soll beim Versand einer E-Mail dem Empfänger jeweils 5 Rappen überwiesen werden. Das ist ja quasi nichts.» (Archivbild)

Raffael Schuppisser: «Ein Vorschlag: Ab morgen soll beim Versand einer E-Mail dem Empfänger jeweils 5 Rappen überwiesen werden. Das ist ja quasi nichts.» (Archivbild)

Jiri Reiner

Über die grosse Wirkung der kleinen Münze wurde auf dieser Seite auch schon berichtet: Seit die Plastiksäckli bei Migros und Coop einen Fünfräppler kosten, ist die Nachfrage um 80 Prozent zurückgegangen. Das ist gut für die Umwelt. Doch könnte die kleine Münze nicht noch mehr bewirken?

Da wäre ein Vorschlag: Ab morgen soll beim Versand einer E-Mail dem Empfänger jeweils 5 Rappen oder 0.000 005 Bitcoin überwiesen werden. Das ist ja quasi nichts. Für einen Brief verlangt die Post einen Franken – und die Zustellung dauert ungefähr hunderttausend Mal länger.

Und dennoch wird diese Massnahme die Effizienz in unserem (Arbeits-)Alltag um ein x-Faches steigern. Fortan überlegt sich jeder gut, ob ein E-Mail wirklich nötig ist. Im «Cc.» der Nachricht sind nicht noch fünf andere Kollegen einkopiert, weil die vielleicht auch noch was mit der übermittelten Angelegenheit zu tun haben könnten. Kostet alles!

Und die Spamflut verebbt – oder aber wir verdienen gutes Geld mit dem Löschen der unnötigen Nachrichten in unserer Mailbox. Verarmen werden wir ob der fünf Rappen schon gar nicht, schliesslich erhalten wir ja auch mit jedem E-Mail einen Fünfer.

Ja, die Macht der kleinen Münze ist gross.