Apropos
10'000 Schritte für die Gesundheit

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Urs W. (67, Rentner) findet die Idee der Aargauer Nationalrätin Ruth Humbel gut, Menschen, die 10'000 Schritte täglich tun, mit tieferen Krankenkassenprämien zu belohnen. Er hat ausgerechnet: Der Weg zum Kiosk, wo er täglich sein Päckli Zigaretten kauft, und dann weiter ins «Rössli» zum Frühschoppen bringt allein 2803 Schritte. Zurück sind es ebenso viele, sie werden von der Kochkunst seiner Frau belohnt. Am liebsten mag Urs W. Schweinshaxen mit Rösti und Würste aller Art. Den Nachmittag verbringt er meistens in der «Frohen Aussicht» (4394 Schritte hin und zurück), trinkt aber dort nie Bier, sondern nur Weisswein.

Auch Kevin B. (39, Paketzusteller) unterstützt die Idee. «10 000 Schritte kommen bei mir schon am Vormittag zusammen», keucht er, der, wie er selber sagt, «mit etwas Wille stets auf der letzten Rille» unterwegs ist. Sabine M. (49, Kellnerin) erreicht ebenfalls täglich 10 000 Schritte. Sie arbeitet im «Sternen», einer etwas langgezogenen Raucherbeiz.

Nur Fabienne R. (29, Sekretärin) weiss nicht recht, ob sie den Vorschlag der CVP-Politikerin und Concordia-Verwaltungsrätin gut finden soll. «Bei mir wäre nichts mit Schritte zählen.» Sie, Karateka mit braunem Gurt, ernährt sich vegetarisch, fährt mit dem Velo zur Arbeit und nimmt ihr Handy – wegen der Strahlung – aus gesundheitlichen Überlegungen nur zweimal am Tag für je eine Viertelstunde in Betrieb.