Kommentar
Festivalsommer light: Eine Chance für alternative, neue Formen – und besser als nichts

Endlich ist sie da, die langersehnte und geforderte Roadmap für die grossen Veranstaltungen in Sport und Kultur. Sie schafft, bei allen bleibenden Unwägbarkeiten und offenen Fragen, eine gewisse Klarheit.

Stefan Künzli
Stefan Künzli
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Der Festivalsommer fällt nicht ganz ins Wasser.

Der Festivalsommer fällt nicht ganz ins Wasser.

Michel Canonica/
Tagblatt

Endlich ist sie da, die langersehnte und geforderte Roadmap für die grossen Veranstaltungen in Sport und Kultur. Endlich kann geplant und kalkuliert werden. Lockerungen sind zu begrüssen, denn schon die letztjährigen Blausee-Konzerte mit Patent Ochsner haben bewiesen, dass es geht. Und auch jüngste Tests in Barcelona haben gezeigt, dass Massenveranstaltungen mit den richtigen Massnahmen durchaus machbar sind.

Die Roadmap schafft, bei allen bleibenden Unwägbarkeiten und offenen Fragen, eine gewisse Klarheit: Die grossen Festivals und Open Airs im Juli und August können nicht in der Vollversion durchgeführt werden und müssen abgesagt, verschoben oder stark redimensioniert werden. Dem Schweizer Fussball tun die Vorgaben weh, sind aber verschmerzbar. Glück haben Weltklasse Zürich (September) und Swiss Indoors Basel (Oktober), Pech Athletissima Lausanne (August).

Es ist jetzt die Chance für kleine und mittlere Veranstalter, für alternative, neue Formen und für einen Festivalsommer light. Die Veranstalter können jetzt ihren Plan B und C aus der Schublade ziehen. Gefragt sind aber auch Fantasie, Einfallsreichtum, Initiative und Flexibilität.

Das Positive überwiegt. Der Festivalsommer fällt nicht ganz ins Wasser. Und alles ist besser als nichts. Es gibt eine Perspektive für die Kultur, für den Sport und vor allem für die Leute und deren Wohlbefinden. Für all jene, die sehnlichst auf die Rückkehr zur Normalität hoffen.