Kinder-Debatte
Der Papst kritisiert Hunde- und Katzenbesitzer ohne Kinder – es ist zum Heulen!

Das Oberhaupt der katholischen Kirche moniert, dass manche Leute lieber Vierbeiner anschaffen, anstatt Kinder in die Welt zu setzen. Eine weltfremde Kritik.

Benjamin Weinmann
Benjamin Weinmann
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Zu viele Katzen und Hunde: Papst Franziskus ruft zum Kinderkriegen auf.

Zu viele Katzen und Hunde: Papst Franziskus ruft zum Kinderkriegen auf.

Christian Iglesias/Citypress24

Wer hat ihn eigentlich nach seiner Meinung gefragt? Papst Franziskus hat kürzlich Paare kritisiert, die aufs Kinderkriegen verzichten. «So viele Paare haben keine Kinder, weil sie keine wollen, oder sie haben nur eins, weil sie nicht mehr wollen, aber sie haben zwei Hunde, zwei Katzen», sagte der 85-Jährige kürzlich vor Gläubigen.

Und: «Hunde und Katzen nehmen den Platz der Kinder ein. Ja, ich verstehe, das bringt einen zum Lachen, aber das ist die Realität», sagte der Argentinier weiter - und zeigt einmal mehr, wie weltfremd die Kirche ist.

Dass jemand keine Kinder bekommen kann? Eine Tragödie! Dass jemand schlicht keine Kinder bekommen möchte und kuschlige Vierbeiner als Companion bevorzugt? Heilige Maria! Dass man damit sogar einen Beitrag zu etwas mehr Nachhaltigkeit in einer überbevölkerten Welt leistet? Gott behüte!

Wie wäre es denn, wenn Franziskus - seiner Logik folgend - die Adoption für homosexuelle Paare unterstützen würde? Oder noch besser: Das wahre Kinderproblem der katholischen Kirche angehen würde.

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