Dietikon
Zur Belebung des Quartiers: Der Rapidplatz bekommt einen Feierabendmarkt

Mit dem Verkauf von frischen Waren und Streetfood am Rapidplatz soll das Quartier belebt werden. Im Unterschied zum bisherigen Mittwochsmarkt im Dietiker Zentrum können die Kunden künftig am Abend zwischen 16 und 20 Uhr einkaufen.

Gabriele Heigl
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Etwas Belebung wird dem Rapidplatz und dem Quartier sicher guttun.

Etwas Belebung wird dem Rapidplatz und dem Quartier sicher guttun.

Tobias Hänni

Jetzt ist es definitiv: Der Mittwochsmarkt im Dietiker Zentrum findet Ende Dezember das letzte Mal statt, dafür startet im Mai ein neuer Mittwochsmarkt am Rapidplatz. Nicht nur der Ort wechselt, sondern auch die Zeit. Statt morgens zwischen 7 und 12 Uhr können Kunden auf dem Markt im Limmatfeld von 16 bis 20 Uhr einkaufen.

Bereits in diesem Mai hatte die Stadt laut über eine solche Verlegung nachgedacht. Kürzlich hatte nun der Stadtrat das nötige Geld gesprochen. Wie bei den Dietiker Märkten im Zentrum wird die Vereinigung Zentrum Dietikon (VZD) den Rapidplatz-Mittwochsmarkt organisieren.

Die Leistungsvereinbarung zwischen der VZD und der Stadt sieht vor, dass die VZD für die Durchführung zuständig ist, während der Stadtrat das Vorhaben mit einem Beitrag von 9000 Franken unterstützt. Zusätzlich sollen noch Dritte, etwa Sponsoren, gefunden werden, die sich mit rund 20'000 Franken jährlich am Projekt beteiligen. VZD-Geschäftsführerin Sabine Billeter stellte gestern zusammen mit dem städtischen Standortförderer Michael Seiler das Konzept und die Ziele für den neuen Feierabendmarkt vor.

Auf ein Feierabendbier

Der Markt, dessen Name noch nicht feststeht (Arbeitstitel «Fiirabig-Märt»), soll von Mai bis Oktober mit 20 Ständen im Bereich vor der Migros Frischwaren, Streetfood und Kunsthandwerk anbieten. Geplant ist ausserdem, einmal im Monat durch musikalische Darbietungen und Strassenkunst den Besuch des Marktes abwechslungsreich zu gestalten. Bei den Frischwaren sollen viel Regionales und auch Bioprodukte vertreten sein.

Billeter: «Das Zielpublikum für den Markt sind in erster Linie die Anwohner, aber auch die Angestellten im Limmatfeld, die nach der Arbeit noch ein Feierabendbier trinken und etwas einkaufen wollen.» Der Markt solle dem Limmatfeld und dessen Zentrum zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen, meinte Seiler.

Der Mittwochsmarkt im Zentrum war die letzten Monate nicht mehr der Renner für die Kunden. Da nur noch wenige Käufer kamen, gab es auch immer weniger Stände. Zuletzt waren es gerade noch zwei. Seiler sieht den Grund für den Rückgang des Käuferinteresses in geänderten Lebensgewohnheiten. Es werde heute einfach eher am Abend auf dem Weg nach Hause als am Vormittag eingekauft.

Seiler geht nun sogar davon aus, dass auch Dietiker aus dem Zentrum am Mittwochabend den Weg über die Gleise auf den Rapidplatz finden werden. «Wir werden jetzt erst einmal die Entwicklung beobachten und Erfahrungen mit dem Markt sammeln», so Seiler. Dann werde man weiter sehen. Billeter freut sich auf jeden Fall, dass vonseiten potenzieller Händler ein grosses Interesse besteht.

Vor das Velohaus

Auch über die anderen Märkte, welche die VZD und die Stadt gemeinsam organisieren, gab es gestern Neues zu berichten. Da der Mittwochsmarkt wegfällt, soll der samstägliche Frischmarkt im Zentrum dafür mit neuen Anbietern und einer Sortimentserweiterung ausgebaut werden. Ausserdem wird der Frischmarkt, falls er wegen öffentlicher Anlässe nicht auf dem Kirchplatz in und um die Markthalle durchgeführt werden kann, ab 2018 vor das Velohaus verlegt.

Die Stadt beteiligt sich mit 11'000 Franken an den Samstagsfrischmärkten.
Insgesamt wendet die Stadt im Jahr neu 43'000 Franken – 6000 Franken mehr als 2017 – für die Märkte auf, zu denen auch noch der Frühlings- und der Herbstmarkt gehören. Darin enthalten sind ebenso 3000 Franken, welche die Stadt der VZD für die Unterstützung bei der Organisation des grossen städtischen Weihnachtsmarkts mit etwa 100 Ständen zahlt.

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