Zürich
Verbände zeigen sich bereit für Gespräche: Wird die Bellerivestrasse jetzt saniert?

Nachdem aus der vom Zürcher Stadtrat Richard Wolff (AL) angekündigten versuchsweisen Sperrung zweier Fahrspuren für Autos auf der Bellerivestrasse zumindest vorerst nichts wird, signalisieren verschiedene Verbände neue Gesprächsbereitschaft. Die Sanierung der Strasse ist laut den Verbänden überfällig.

sda
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Die Bellerivestrasse ist die wichtigste Einfallachse in die Stadt Zürich für den Autoverkehr vom rechten Zürichseeufer. (Archivbild)

Die Bellerivestrasse ist die wichtigste Einfallachse in die Stadt Zürich für den Autoverkehr vom rechten Zürichseeufer. (Archivbild)

Keystone/Walter Bieri

Man sei bereit für einen konstruktiven Dialog, wenn dabei die Bedürfnisse aller Interessengruppen berücksichtigt würden, teilten der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich, Touring Club Schweiz Sektion Zürich, Gewerbeverband der Stadt Zürich, Automobilclub Schweiz Sektion Zürich, Gewerbeverein Seefeld und der Hauseigentümerverband Zürich am Freitag mit.

Grund für die Dialogbereitschaft ist die am vergangenen Freitag bekanntgewordene Kehrtwende des Stadtrats. Auf eine bereits für diesen Frühling geplante versuchsweise Sperrung von zwei der vier Fahrspuren für Autos wird verzichtet. Zudem hat der bisher zuständige Stadtrat Richard Wolff (AL), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartementes, das Dossier an Stadträtin Karin Rykart (Grüne) abgegeben. Sie führt das Sicherheitsdepartement.

Krach wegen Verkehrsversuch

Die Verbände haben sich vergangenes Jahr aus einem Beteiligungsverfahren zur Sanierung und Neugestaltung der vom Bahnhof Tiefenbrunnen zum Bellevue führenden Bellerivestrasse zurückgezogen. Grund dafür war der angekündigte Versuch mit den gesperrten Spuren, beziehungsweise dessen Bewertung in zwei Studien.

Die Auswirkungen einer solchen Sperrung würden in den Studien weniger optimistisch bewertet, als Wolff dies darstelle, lautete der Vorwurf. Vermehrte Staus, sowie Ausweichverkehr auf Schleichrouten seien zu befürchten. Zudem stellten sich rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Spurreduktion.

Gleichzeitig ist der Sanierungsbedarf der Zubringerstrasse vom rechten Zürichseeufer in Richtung Stadtzentrum unbestritten. Die Verbände sind laut Mitteilung bereit, an einer Lösung mitzuwirken, wenn die Leistungsfähigkeit der Strasse erhalten wird, sowie die Interessen von Anwohnern, Gewerbe und Wirtschaft berücksichtigt werden.

Auch für den Veloverkehr solle es Verbesserungen geben, jedoch keine durchgängige Veloroute auf der Bellerivestrasse.

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