Zürich
Die Mitte will mit Josef Widler an den Stadtratswahlen antreten

Die Stadtzürcher CVP - die künftige Mitte - will bei den Gesamterneuerungswahlen 2022 mit einem eigenen Kandidaten im Stadtratswahlkampf antreten: Kantonsrat Josef Widler soll an der Delegiertenversammlung vom 24. Juni offiziell nominiert werden.

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Kantonsrat Josef Widler soll an der Delegiertenversammlung vom 24. Juni offiziell nominiert werden.

Kantonsrat Josef Widler soll an der Delegiertenversammlung vom 24. Juni offiziell nominiert werden.

Archivbild: Ennio Leanza/Keystone

Als amtierender Kantonsrat und ehemaliger Gemeinderat der Stadt Zürich weise Widler eine «sehr grosse politische Fachkompetenz» auf, hält die Findungskommission in einer Mitteilung vom Freitag fest.

Der 67-Jährige verfüge über grosse Führungserfahrung, die er während der Pandemie durch die Führung des Ärztefons und der Ärzteschaft zugunsten der Zürcher Bevölkerung unter Beweis gestellt habe.

Derzeit spielt die CVP in der Politik der Stadt Zürich keine wesentliche Rolle: 2018 hatte sie bei den Erneuerungswahlen das Fünf-Prozent-Quorum verpasst und war aus dem Gemeinderat geflogen. Ihr Stadtratskandidat, der damalige Parteipräsident Markus Hungerbühler, verpasste mit knapp 27'000 Stimmen eine Wahl um rund 6000 Stimmen.

Im Rennen um die neun Stadtratssitze wird es im Februar 2022 zu einem Gerangel kommen: Von den bisherigen Mitgliedern treten - mit Ausnahme von Richard Wolff (AL) - alle wieder an.

Zudem steigen SP und FDP mit zusätzlichen Kandidaten ins Rennen, Grüne und GLP überlegen sich dies zumindest. Die AL will ihren Sitz verteidigen. Und wie die CVP wollen auch die heute nicht im Stadtrat vertretenen SVP und EVP einen Kandidaten nominieren. (sda)

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