Die Zürcherinnen und Zürcher stimmen am 27. November über das Planungs- und Baugesetz ab. Es sichert nach Ansicht des ZBV den Schutz des Kulturlands langfristig. Dies erklärte der Verband am Dienstag vor den Medien in Zürich. Einen direkten Einfluss auf die Bautätigkeit in den Gemeinden habe das Gesetz jedoch nicht.

Das PBG sieht vor, dass die Gemeinden nach innen wachsen und da setzt der Bauernverband an. Wird gebaut, wird auch die Humusschicht abgetragen. Humus soll nicht mit dem anderen Aushub deponiert, sondern weiterverwertet werden, verlangen die Bauern.

Für die Zürcher Landwirte ist es nicht nachvollziehbar, dass aktuell im Kanton Zürich jährlich rund 60'000 Lastwagenladungen mit Aushub inklusive Humus auf Deponien enden. "Humus ist Leben und darf dementsprechend kein Abfall sein", hiess es am Dienstag.

Hilfe beim Aufwerten der Böden

Mit diesem Humus lassen sich landwirtschaftliche Böden von minderer Qualität verbessern. "Diese Böden sind über den ganzen Kanton verteilt", betonte der ZBV. Die Aufwertung der Böden wird bereits heute durchgeführt. Die Landwirte bieten ihre Mithilfe an, um diesen Vorgang zu koordinieren.

Die Revision des Planungs- und Baugesetzes ist eine Folge der Kulturlandinitiative. Diese verlangt, dass wertvolle Landwirtschaftsflächen, rund 880 Hektaren Land, und die Flächen von besonderer ökologischer Bedeutung durch den Kanton wirksam geschützt werden. Sie sollen in ihrem Bestand und ihrer Qualität erhalten bleiben.

Dies kann durch flächengleichen Ersatz durch Auszonung von Bauland geschehen oder durch die Aufwertung geeigneter Flächen, damit diese Böden ackerfähig werden.