Zürich
Unterschriften zur "Carparkplatz"-Initiative übergeben

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten können sich zu den Plänen für ein Kongresshaus auf dem heutigen Carparkplatz äussern. Die Verantwortlichen der Initiative "Neue Arbeitsplätze anstatt Carparkplätze" haben am Mittwoch vor dem Rathaus die Unterschriftenbögen an Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) übergeben.

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Kongresszentrum, Hotels und Park: So könnte das Carparkplatz-Areal aussehen.
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Von Wasser und Grün umgeben: Auch in dieser Variante soll es Platz für Bäume und einen Park geben.
Hoch hinaus: 65 Meter soll ein Hochhaus in den Himmel ragen.
So sieht der Sihlquai heute aus.
So soll der Sihlquai nach dem Bau aussehen.
Der Standort Carparkplatz ist laut der Initiative der ideale Standort für das neue Zürcher Kongresszentrum.

Kongresszentrum, Hotels und Park: So könnte das Carparkplatz-Areal aussehen.

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Es kamen rund 3'700 Unterschriften zusammen, wie die IG Kongress-Stadt Zürich mitteilte. Nun müssen die Unterschriften auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden. Sind 3'000 gültig, findet die Abstimmung statt.

Die Initiative verlangt, dass der Carparkplatz neben dem Zürcher Hauptbahnhof umgezont wird und zwar in eine Zentrumszone mit Gestaltungsplanpflicht. Darauf stellt sich die IG ein Kongresszentrum und Hotelzimmer sowie einen Park mit Verbindung zum Platzspitz vor. Das Land soll den privaten Investoren von der Stadt im Baurecht abgegeben werden.

Hinter der Initiative stehen FDP, SVP, CVP sowie zahlreiche Wirtschaftsverbände und Unternehmen - insbesondere die Hotellerie. Präsident des Initiativkomitees ist der frühere SP-Stadtpräsident Elmar Ledergerber.

Die Initiative ist die Antwort auf eine Motion, die der Zürcher Gemeinderat im vergangenen September überwiesen hat. Die Ratslinke wollte damit einen Prozess in Gang setzen, um eine "quartierverträgliche Entwicklung" im Bereich des Carparkplatzes zu erreichen. Das Areal sei ein "städtebaulich wichtiger Ort". Für die Motionäre ist ein Kongresszentrum nicht quartierverträglich.

Dass genügend Unterschriften zusammengekommen seien, zeige, dass die Stadtzürcher Bevölkerung diesem Schlüsselprojekt mit Sympathie gegenüberstehe, teilte die IG weiter mit.

Die Stimmberechtigten hätten nun die Möglichkeit zu entscheiden, was auf dem wertvollen und gut erschlossenen Areal realisiert werden soll: "ein Leuchtturmprojekt für Stadt und Region oder von der Stadt subventionierter günstiger Wohnungsraum für wenige", schreiben die Initianten.

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