Klimastreik
«Die Erde kocht vor Wut»: 4'000 Demonstranten kämpfen in Zürich für Klimagerechtigkeit

Am Freitagnachmittag fand der achte internationa le Klimastreik auch in Zürich auf der Polyterrasse statt. Rund 4'000 Demonstranten versammelten sich und durchquerten gemeinsam die Innenstadt bis zum Bürkliplatz.

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Demonstrierende finden sich am Freitagnachmittag auf der Zürcher Polyterrasse ein.
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Von der Polyterrasse soll die Route durch die Innenstadt bis zum Bürkliplatz führen.
Die Demonstrierenden bewegen sich Richtung Innenstadt.
Der Zug der Demonstrantinnen und Demonstranten nehmen am achten internationalen Klimastreik teil.
Die Demonstrierenden machen eine Sitzblockade auf der Strasse beim Bürkliplatz.
Rund 4'000 Menschen haben sich dem Streik angeschlossen.
Auch in anderen Schweizer Städten fanden heute Klima-Demos statt.

Demonstrierende finden sich am Freitagnachmittag auf der Zürcher Polyterrasse ein.

Keystone

Die Polyterrasse hat sich am Freitagnachmittag langsam gefüllt. Bereits vor dem offiziellen Beginn des Klimastreiks um 15.30 Uhr hatten sich mehrere Hundert Personen eingefunden, und mit jedem Polybähnchen und Tram wurden es mehr - am Ende sprachen die Organisatoren von rund 4000 Teilnehmenden.

«Die Erde kocht vor Wut», hiess es auf einem Plakat. «Wäre die Welt eine Bank, wäre sie schon längst gerettet», stand auf einem anderen. «Go Vegi!» und «Klimakiller Nr. 1 - Fleisch und Milch» war ebenso zu lesen wie «Tragt Sorge - gute Planeten sind nur schwer zu finden» und «Kurzstreckenflüge nur für Insekten».

Am Zürcher Teil des achten globalen Klimastreiks sprach Klimawissenschaftlerin Sonia Seneviratne auf der Polyterrasse zu den Anwesenden: Der Klimawandel finde bereits jetzt statt, dank den Streiks und weiteren Aktionen werde er nun zum ersten Mal auch ernsthaft in der Gesellschaft thematisiert, sagte sie.

Betroffener Bauer und Bauarbeiter

Die bewilligte Route führte die Teilnehmenden über den Hirschengraben und das Limmatquai zum Bürkliplatz hinüber. Auf der Quaibrücke legte der Umzug eine Schweigeminute für Opfer der Klimakrise ein, bevor am Ende «zwei direkt betroffene Personen» auftraten, wie es die Organisatoren umschrieben.

Landwirt Georg Klingler wies auf verschiedene Wetterereignisse dieses Jahres hin: «Diese können zwar auch unter normalen Bedingungen vorkommen, sie werden allerdings mit der Klimakrise immer häufiger und unsere Ernährungsversorgung somit immer unsicherer.» Und Bauarbeiter Marius Käch sprach von weiteren «unangenehmen Seiten der Klimakrise» - er zählte «unerträgliche Hitze zum Arbeiten, Sonnenbrand, Übelkeit und Erschöpfung» auf.

Am Freitagabend fanden in zahlreichen Schweizer Städten weitere Klima-Demos und Aktionen statt.

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