Zürich
Trendwende im Wohnungsmarkt: In der Stadt bleibt es teuer

Im Wirtschaftsraum Zürich sind die Preise für Eigentums- und Mietwohnungen erstmals seit längerer Zeit wieder gesunken. An attraktiven und zentralen Lagen ziehen die Preise hingegen weiterhin an.

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Wohnungsbesichtigung in Zürich.

Wohnungsbesichtigung in Zürich.

Keystone

Bei den Eigentumswohnungen ging der mittlere Preis (Median) pro Quadratmeter dieses Jahr um 0,8 Prozent auf 5401 Franken zurück. Im gleichen Zeitraum sank der Preis auf dem Mietmarkt um 0,4 Prozent auf 248 Franken pro Quadratmeter. Das zeigt der am Montag veröffentlichte Wohnmarktbericht 2015 von CSL Immobilien.

Eine markante Abflachung hatte die CSL Immobilien bereits in ihrem letztjährigen Bericht verzeichnet. Die jetzige Trendwende führt das Unternehmen einerseits auf die wirksamen behördlichen Regulierungen auf dem Eigentumsmarkt sowie auf Einschränkungen der Banken bei der Vergabe von Hypotheken zurück.

Anderseits habe die starke Bautätigkeit zur Ausweitung des Angebots beigetragen. Die leicht von 1,14 auf 1,29 Prozent gestiegene Leerstandsquote unterstreiche die "Entspannung auf hohem Niveau".

Regionale Unterschiede

Die Trendwende ist allerdings nicht in allen Regionen des Wirtschaftsraums spürbar. So stiegen die Kaufpreise in 9 von 19 Regionen weiterhin an.

Besonders stark fiel diese Entwicklung in der Stadt Zürich (+10,9 Prozent) und in der Region Schaffhausen (+10,0 Prozent) aus. Den stärksten Rückgang verzeichneten das Linthgebiet (-15,5 Prozent), die Region Winterthur (-10,7 Prozent) und Zug (-9,3 Prozent).

Weniger grosse regionale Unterschiede zeigte die Entwicklung auf dem Mietmarkt. Am deutlichsten war der Anstieg in Einsiedeln SZ (+1,3 Prozent), während das Weinland mit 2,9 Prozent den stärksten Preisrückgang aufwies.

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