Der Stadtrat würdige mit dem Preis das einzigartige und professionelle Engagement von TGNS für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Transmenschen, heisst es in einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch. Immer mehr Menschen, die sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlten, dem sie bei Geburt zugeordnet wurden, suchten Unterstützung bei der Rechtsberatung von TGNS.

Transgender Network Switzerland setzt sich seit 2010 dafür ein, die soziale und rechtliche Lebenssituation sowie die medizinische Versorgung von Transmenschen in der Stadt Zürich zu verbessern. Unterstützt werden nicht nur Transmenschen, sondern auch Berufsgruppen und Institutionen, die mit Transmenschen zu tun haben.

Zusätzlich leiste die Rechtsberatung von TGNS bei Behörden, Institutionen und in der Arbeitswelt wichtige Aufklärungsarbeit zu grundlegenden Prozessen rund um das Thema Trans. Oft sei es fehlendes Wissen, das zur Tabuisierung und Unsicherheit im Umgang mit dem Thema beitrage, heisst es in der Mitteilung.

Würdigung der TGNS-Arbeit

Im Jahr 2013 führten die beiden Fachpersonen von TGNS 109 Beratungen in Zürich durch. Zusätzlich wurden Informationen zu grundlegenden rechtlichen Fragen auf der eigenen Internetseite publiziert. Die TGNS-Rechtsberatung ist die einzige auf Transrechte spezialisierte Stelle in der Schweiz.

Für Henry Hohmann, Präsident von TGNS, ist der Preis eine besondere Würdigung für die Bemühungen, eine vollständige Gleichstellung und Selbstbestimmung von Transmenschen in der Schweiz zu erreichen. Der Preis sei aber auch Verpflichtung, die Rechte von Transmenschen weiter zu stärken.

Der Gleichstellungspreis wird Transgender Network Switzerland vom Juryvorsitzenden, Stadtrat Daniel Leupi (Grüne), am 17. November an einer öffentlichen Feier im Stadthaus überreicht.