Zürich

Tödlicher Car-Unfall: So geht es den Verletzten ++ Passagier: «Alle haben geschrien»

Carunfall bei Zürich: 1 Tote, 44 Verletzte – sehen Sie hier die Sondersendung von TeleZüri

Sehen Sie hier die Sondersendung von TeleZüri – mit Informationen zu den Verletzten und der möglichen Unfallursache.

Beim heftigen Unfall eines Reisecars sind am Sonntagmorgen eine Frau verstorben und über 40 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Das Wichtigste in fünf Punkten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Unfall des Reisecars, der von Genua nach Düsseldorf unterwegs war, forderte ein Todesopfer und 44 Verletzte, davon drei Schwerverletzte. Zu diesen drei Schwerverletzten gehören die beiden nicht ortskundigen Bus-Chauffeure. Ein Chauffeur befindet sich noch in Lebensgefahr. Beim Todesopfer handelt es sich um eine 37-jährige Frau aus Italien

  • Bei den 50 Carinsassen handelt es sich um 27 Männer und 23 Frauen im Alter zwischen 16 und 77 Jahren. 

  • Eine Frau, die im Triemlispital behandelt wird, zog sich schwere Brust- und Bauchverletzungen zu, sagt TeleZüri-Reporter Benno Kälin. Passagiere wurden beim Unfall nach vorne geprallt. Andere Passagiere zogen sich Handgelenkbrüche oder in einem Fall einen Schienbeinbruch zu. Leichtverletzte trugen Kopfschwartrisswunden davon, die stark bluten, aber an sich keine schweren Verletzungen darstellen. Bis am Sonntagnachmittag konnten 22 Leichtverletzte das Spital bereits wieder verlassen und ihre Weiterreise antreten.

  • Der Reisecar gehört einem Subunternehmen von Flixbus. Laut dem Unternehmen war er beim Unfallzeitpunkt seit 6 Stunden und 45 Minuten unterwegs. Auf allen Nachtfahrten setze Flixbus zwei Chauffeure ein. "Die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten für unsere Busfahrer gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus», schreibt Flixbus auf eine Anfrage von TeleZüri.

  • Die genaue Unfallursache ist unklar. Laut einem Passagier soll der Chauffeur zu schnell gefahren sein. Zum Unfallzeitpunkt war es noch dunkel. TeleZüri-Reporter Michael Lerch, der als einer der ersten an der Unfallstelle war, spricht von "sehr garstigen Wetterverhältnissen". Es schneite stark. Die Sicht war eingeschränkt. "Es war recht rutschig." Allerdings war beim besagten Strassenabschnitt schon zweimal gesalzen worden, wie TeleZüri weiter berichtet. Laut Flixbus ist der Car mit Winterreifen ausgerüstet gewesen. Der Zustand des Fahrzeugs und der Fahrbahn sowie das Verhalten des Chauffeurs sind Gegenstand von Ermittlungen, die von der Kantonspolizei Zürich in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Zürich geführt werden.

  • Ein Passagier erzählt anonym gegenüber TeleZüri, wie er den Unfall erlebt hat: "Der Busfahrer ist meiner Ansicht nach zu schnell in die Kurve gefahren", sagt er. Dann sei es zum Unfall gekommen. Dank den Mauern auf der Seite sei der Bus nicht gekippt. "Am Anfang haben wir Angst gehabt. Alle haben geschrien." Passagiere hätten dann die Scheiben eingeschlagen, um jene mit den schwersten Verletzungen aus dem Bus zu schaffen. "Dann haben wir auf die Ambulanz gewartet."

  • Die Carpassagiere sowie die Chauffeure stammen laut Kantonspolizei aus vielen verschiedenen Ländern. Die Nationalitäten: 16 Personen aus Italien, 10 aus Russland, 5 aus Deutschland, 5 aus Nigeria, 4 aus Kolumbien, 2 aus Albanien und je eine Person aus Rumänien, Jordanien, Ghana, Benin, Bosnien & Herzegowina und der Schweiz sowie 1 Person, deren Nationalität unbekannt ist, im Bus. 

Mehr zum Unfall lesen Sie hier.

"Der Carfahrer fuhr zu schnell in die Kurve!"

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TeleZüri konnte mit dem Verletzten Mario aus Kolumbien sprechen, der im Unglückscar sass. Er möchte anonym bleiben.

Ein Todesopfer und 44 Verletzte bei Car-Unfall bei Zürich

Ein Todesopfer und 44 Verletzte bei Car-Unfall bei Zürich

Bei einem schweren Verkehrsunfall eines Reisecars auf der Autobahn A3 bei Zürich ist am Sonntagmorgen eine Person ums Leben gekommen. 44 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Der Car war laut Polizei ins Schleudern geraten und in eine Mauer geprallt.

Die Bilder vom Unfall:

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