Tierquälerei
Er schnitt einem Schwan die Kehle durch, nun wurde er verurteilt

Ein Mann hatte letzten September beim Platzspitz einen Schwan getötet. Nun hat die Zürcher Staatsanwaltschaft eine bedingte Geldstrafe verordnet – es gelten mildernde Umstände.

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Der Mann schnitt dem Schwan mit einem Taschenmesser die Kehle durch.

Der Mann schnitt dem Schwan mit einem Taschenmesser die Kehle durch.

Keystone/
Patrick B. Krämer

Ein Mann, der im vergangenen Dezember beim Platzspitz einen Schwan getötet hat, muss eine Geldstrafe zahlen. Dies hat die Zürcher Staatsanwaltschaft entschieden, wie die NZZ berichtet.

Der 51-Jährige hatte Ende letzten Jahres in der Nähe des Jugendzentrums Dynamo einen Schwan eingefangen. Dies geht aus dem Strafbefehl hervor, den die NZZ zitiert. Anschliessend stand der Mann dem Schwan auf den Flügel, um ihn festhalten zu können, und schnitt ihm – ohne Betäubung – mit dem Taschenmesser die Kehle durch. Eine Passantin, welche das Geschehen mitverfolgte, alarmierte die Polizei. diese konnte das Tier jedoch nicht mehr retten.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten nun wegen Tierquälerei zu einer bedingten Geldstrafe von 3072 Franken verurteilt. Da der Mann an paranoider Schizophrenie leidet, gelten aber mildernde Umstände. Laut Strafbefehl sei der Beschuldigte zum Zeitpunkt seiner Tat nur teilweise fähig gewesen, das Unrecht der Tötung einzusehen. Andernfalls wäre eine deutlich höhere Strafe angemessen gewesen.

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