Halloween

Ruhestörung, Vandalismus, Angriffe auf Beamte: Zürcher Kantonspolizei muss 60 Mal ausrücken

Auf dem ganzen Kantonsgebiet wurden der Polizei Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalierer gemeldet. (Archivbild)

Auf dem ganzen Kantonsgebiet wurden der Polizei Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalierer gemeldet. (Archivbild)

Halloween bescherte Zürcher Polizisten einiges an Arbeit: In der Nacht auf Freitag musste die Polizei rund 60 Mal ausrücken. In Zumikon randalierten 30 Jugendliche. In der Stadt Zürich kam es zu mehreren Schlägereien.

In der Nacht mussten Patrouillen der Kantonspolizei Zürich sowie der Kommunalpolizeien im Zusammenhang mit Halloween rund vierzig Mal ausrücken, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Auf dem ganzen Kantonsgebiet wurden Sachbeschädigungen, Ruhestörungen und Randalierer gemeldet. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte ein Sprecher der Kantonspolizei, dass die Zahl der Beschwerden aber mit denen in den Vorjahren vergleichbar sei.

Der Grossteil der Fälle betraf wiederum das Werfen von Eiern gegen Fassaden und fahrende Autos. Zudem wurden Container und Abfallsäcke auf die Strasse geschoben. In einigen Fällen verfolgten Jugendliche Leute und erschreckten diese.

Kopfverletzung wegen Eiern

Einzig in Zumikon randalierten rund 30 Jugendliche. Nachdem sie einen Container in Brand gesteckt hatten, bewarfen sie die Polizisten mit Steinen und Eiern. Nachdem Verstärkung eingetroffen war, konnten die Jugendlichen kontrolliert werden.

Die Beamten konfiszierten Eier, Rasierschaum und Feuerwerk. Wie gross der Sachschaden ist, kann die Polizei noch nicht beziffern.

Halloween beschäftigte auch die Stadtpolizei Zürich. Die Beamten rückten 20 Mal aus. Wie in den Vorjahren kam es zu vielen Sachbeschädigungen wegen geworfener Eier. Aber auch grössere Schlägereien wurden der Stadtpolizei gemeldet.

So eskalierte im Kreis 9 die Situation, als Jugendliche ein Schulhaus mit Eiern bewarfen. Als ein Mann sie zur Rede stellte, bewarfen ihn die Jugendlichen mit Eier. Dabei wurde er leicht am Kopf verletzt.

Kurz nach 19 Uhr wurden zwei Jugendliche an der Wasserwerkstrasse durch mehrere, vermummte Unbekannte bedrängt und zur Herausgabe von Geld gezwungen. Einer davon trug eine «Anonymus»-Maske.

Schlägereien in der Stadt Zürich

Zwei Stunden später erhielt die Polizei den Anruf eines 58-jährigen Mannes, dass er beim Pfingstweidpark ausgeraubt worden sei. Gemäss seinen Aussagen sei er von fünf bis sieben Personen umzingelt und zur Herausgabe von Geld gezwungen worden.

Und kurz vor Mitternacht ereignete sich beim Bahnhof Stadelhofen eine weitere Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten. Dabei wurde ein 14-Jähriger leicht am Kopf verletzt. Das Opfer musste zur Behandlung ins Spital gebracht werden.

Dabei war der Streit aber noch nicht ausgestanden. Die Keilerei nahm ihre Fortsetzung in einem Tram. Zwei 16-jährige Jugendliche wurden dabei verletzt. Einer erlitt Schnittverletzungen. Beide Jugendliche mussten durch die Sanität ins Spital gebracht werden.

Stille Nacht in Winterthur

Ebenso gingen Meldungen wegen Lärm und dem Abfeuern von Feuerwerk ein. In einem Fall wurde ein Briefkasten beschädigt.

Der entstandene Sachschaden kann zurzeit nicht beziffert werden. Es ist damit zu rechnen, dass im Laufe des Tages noch mehr Anzeigen wegen Sachbeschädigungen eingehen werden.

Eine stille Nacht war es hingegen in Winterthur. Hier musste die Stadtpolizei wegen Halloween nie ausrücken. (sda)

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