Zürich
Ombudsmann findet TV-Bericht über Zürcher Üetliberg-Hotelier OK

Ein "Reporter"-Beitrag des Fernsehens SRF über Giusep Fry, Hotelier auf dem Zürcher Üetliberg, ist nach Ansicht des Ombudsmanns SRG Deutschschweiz nicht zu beanstanden. Er erachtet die Beschwerde einer Zuschauerin zum Film als unberechtigt.

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Giusep Fry vor seinem Hotel Uto Kulm auf dem Üetliberg. (Archiv)

Giusep Fry vor seinem Hotel Uto Kulm auf dem Üetliberg. (Archiv)

Keystone

Am 23. November porträtierte "Reporter" den umstrittenen Hotelier. Die Präsidentin des Vereins "Pro Üetliberg" war mit dem Film gar nicht einverstanden. Ihrer Ansicht nach war der Beitrag einseitig und beschönigend. Unwahrheiten seien unwidersprochen geblieben. Sie wandte sich an den Ombudsmann Achille Casanova.

Der zuständige SRF-Bereichsleiter "Dokumentarfilme und Reportage", Marius Born, hielt laut Newsletter in seiner Stellungnahme fest, es habe sich um ein Porträt des "bekanntermassen streitbaren Protagonisten" gehandelt. Ziel sei es gewesen, dessen "Persönlichkeit nachzuspüren".

Laut Ombudsmann Casanova war es zulässig, dem porträtierten Fry im Film Gelegenheit zu geben, die Konflikte mit den Natur- und Heimatschützern sowie mit dem Gesetzgeber aus seiner Sicht zu kommentieren. Sachgerechtigkeit bedeute für die einzelne Sendung nicht "Ausgewogenheit im Sinn einer möglichst gleichwertigen Darstellung aller Standpunkte".

Werde ein Thema aus einem bestimmten Blickwinkel angegangen, so müsse dies transparent gemacht und die wesentlichen Fakten korrekt vermittelt werden. Dies sei bei der "Reporter"-Sendung der Fall gewesen. Zudem habe der Beitrag "mehrmals klar auf die Konflikte Frys mit dem Gesetz und den Anliegen des Natur- und Heimatschutzes hingewiesen". (sda)

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