Winterthur
Nur noch SVP und Grüne im Rennen um Stadtratssitz - SP zieht sich zurück

Am 2. April kommt es in Winterthur zum Duell um den freien Stadtratssitz: Im zweiten Wahlgang treten nur noch Daniel Oswald (SVP) und Jürg Altwegg (Grüne) an. SP, GLP und EVP ziehen ihre Kandidaten zurück.

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Die SVP zeigt sich angesichts der klassischen Entscheidungswahl zwischen einer linken und einer bürgerlichen Kandidatur "optimistisch und motiviert": Nachdem Daniel Oswald im ersten Wahlgang das beste Resultat erzielt habe, sei die Partei bereit, in den Ring zu steigen und den freien Stadtratssitz zu gewinnen, heisst es in einer Medienmitteilung der SVP vom Donnertag.

SP und EVP unterstützen Grünen

Dieser frei werdende Sitz soll in grüner Hand bleiben, findet jedoch die SP: Sie zieht deshalb ihre Kandidatin Christa Meier zurück und unterstützt im zweiten Wahlgang Jürg Altwegg (Grüne). Die ausserordentliche Mitgliederversammlung der SP ist dem Antrag der Parteileitung gefolgt, wie diese gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

Die SP sei klar daran interessiert, dass die fortschrittlichen, sozialen und ökologischen Kräfte den Sitz des zurückgetretenen Matthias Gfeller (Grüne) verteidigen können, argumentiert die SP. Die Partei selbst ist bereits mit zwei Mitgliedern im Stadtrat vertreten.

Der Entscheid der SP gefällt nicht nur den Grünen, sondern fällt auch ganz im Sinne der EVP aus. Die Kleinpartei hatte kurz nach dem ersten Wahlgang gesagt, sie werde ihre Kandidatin Barbara Huizinga ebenfalls zurückziehen und Altwegg unterstützen, falls die SP auch auf Altwegg setze und auf eine eigene Kandidatur verzichte.

GLP zieht Zeugin zurück

Die Grünliberalen treten im zweiten Wahlgang ebenfalls nicht mehr an, wie die Partei am Donnerstag mitteilte. Michael Zeugin habe zwar im ersten Durchgang über die Parteigrenzen hinweg mobilisieren und ein sehr gutes Resultat erzielen können. "Im aktuellen Umfeld reicht dies jedoch für die zweite Runde nicht aus."

Ob sich die GLP für einen der beiden im Rennen verbliebenen Kandidaten ausspricht, ist noch unklar. Ein Entscheid über die allfällige Unterstützung einer der beiden Kandidaten soll an einer Mitgliederversammlung fallen.

Absolutes Mehr deutlich verpasst

Bei den Stadtrats-Ersatzwahlen in Winterthur vom vergangenen Sonntag hatte keiner der fünf Kandidierenden das absolute Mehr von 13'268 Stimmen erreicht. Somit braucht es einen zweiten Wahlgang. Dieser findet am 2. April statt.

Im ersten Wahlgang schnitt SVP-Kandidat Daniel Oswald mit 7451 Stimmen am besten ab. Christa Meier (SP) erreichte 6209, Jürg Altwegg (Grüne) 5336, Michael Zeugin (GLP) 4500 und Barbara Huizinga (EVP) 2127 Stimmen.

Die Ersatzwahlen wurden nach dem Rücktritt von Matthias Gfeller (Grüne) notwendig. Er geriet wegen der Wärmering-Affäre unter Beschuss und trat schliesslich wegen gesundheitlicher Probleme zurück. Ende Januar hatte er seinen letzten Arbeitstag.

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