Bezirksgericht Bülach

Mysteriöse Morde an zwei Männern in Boppelsen: Berner Ehepaar und Solothurner Garagist angeklagt

Im Zuge der Ermittlungen im Mordfall Boppelsen stellte sich heraus, dass dieselbe Tätergruppe für einen früher begangenen Mord an einem 25-jährigen Mann im April 2016 in Utzigen BE verantwortlich ist. Nun müssen sie sich vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten.

Wegen des Tötungsdelikts in Boppelsen müssen sich drei Personen vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, 2016 an der Ermordung von zwei Männern im Kanton Zürich und im Kanton Bern beteiligt gewesen zu sein.

Den teilweise geständigen Beschuldigten werden noch weitere Delikte im Vermögensbereich vorgeworfen, wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich am Dienstag mitteilte. Der Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Die Anträge betreffend Strafmass werden anlässlich der Hauptverhandlung gestellt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Angeklagt werden ein heute 29-jähriger Transportunternehmer aus Utzigen BE, seine 28-jährige Ehefrau sowie ein 35-jähriger Garagist aus dem Kanton Solothurn.

Den drei Beschuldigten wird vorgeworfen, im Juni 2016 einen 36-jährigen Lastwagenbesitzer aus Bülach ermordet und seinen Lastwagen gestohlen zu haben. Die Leiche wurde anschliessend in einem Wald bei Boppelsen deponiert.

Weitere Tat

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich zudem heraus, dass dieselbe Tätergruppe für einen früher begangenen Mord an einem 25-jährigen Mann im April 2016 in Utzigen BE verantwortlich ist. Auch bei dieser Tat wurden zwei Fahrzeuge gestohlen.

Die Beschuldigten konnten dank intensiven Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft identifiziert und verhaftet werden. Nach der Tat sind zwei Personen in Deutschland verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert worden. Zwischenzeitlich sassen sogar vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Angeklagt werden nun drei Personen.

Der Fall hat auch schon das Bundesgericht beschäftigt. Es musste sich mit Anträgen zur Entlassung aus der Untersuchungshaft beschäftigen. Wegen Verdunkelungsgefahr lehnte es diese jedoch ab.

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