Popmusikfestival
Musik spielen, hören, hinterfragen: 19. Festival von «m4music» in Zürich

Am Clubfestival "m4music" wird Musik gespielt, gehandelt und hinterfragt. Die 19. Ausgabe dieses Branchen- und Publikumstreffs findet vom 14. bis 16. April in Lausanne und Zürich statt.

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Beim m4music 2010 trat die Band «Bonaparte» auf.

Beim m4music 2010 trat die Band «Bonaparte» auf.

Keystone

Muss Musik aus dem Internet bezahlt werden, und wie können sich Musikschaffende gegen Ausbeutung schützen? Wie funktioniert das Musik-Streaming und wie prägt es die Arbeit der Medienschaffenden? Und was hat Musik in der Politik zu suchen? Solche Fragen werden dieses Jahr an den Conferences des Festivals "m4music" diskutiert.

Wie sehr sich dieser Musikevent etabliert hat, zeigt ein Blick in die Liste der Referenten und Podiumsteilnehmenden. SRG-Generaldirektor Roger de Weck ist ebenso dabei wie Mathieu Jaton, Direktor des Montreux Jazz Festivals. Die Frage nach Chancen und Risiken für Schweizer Musiker in den USA debattieren Leute wie Labelchef Adam Lewis aus Los Angeles, Festivalmanager Stacey Wilhelm aus Texas oder Jonathan Koehler von der US-Botschaft in Bern.

50 Bands und DJs

Auf einem Podium ist auch Riku Salomaa anzutteffen, die Project Managerin von Music Finland. Denn Finnland ist Gastland des 19. "m4music"-Festivals, was auch auf der Konzertbühne zu spüren ist. Dort spielt etwa Jaakko Eino Kalevi, der Electropop-Durchstarter aus Helsinki.

Die drei Konzertabende bestreiten rund 50 Bands und DJs. Start ist - bereits traditionell - in den Radiostudios von Lausanne, wo etwa das deutsche Stimmwunder Jesper Munk oder die Zürcher Songpoetin Verena von Horsten zu hören sind. Dieser Abend und weitere Showcases werden von den Radiostationen Couleur 3 und SRF Virus übertragen.

Neues von Schweizer Bands

Nebst international renommierten Musikern wie Kyla La Grange aus London oder Brian Fallon & The Crowes aus den USA dominieren einheimische Bands die Konzerte auf den Zürcher Bühnen im Schiffbau, Moods und Exil. Neue Programme präsentieren Len Sander (Zürich) oder Kadebostany (Genf) sowie Reggaeman Dodo und der Solothurner Rapper Manillio.

Mit Ingrid Lukas, Zürcher Singersongschreiberin mit estnischen Wurzeln, dem athmosphärisch-wunderlichen Geigen-und-Drums-Sound des Duos Egopusher oder dem jungen Geschichtensinger Faber kommen unterschiedliche Bereiche des lebendigen Schweizer Popschaffens zum Klingen.

Prämierte Nachwuchstalente

Tagsüber findet die Musikmesse statt, an der sich Musiker, Manager, Agenten und Medienleute austauschen. Zur Demotape-Clinic, wo Profis die Demos von Nachwuchsbands beurteilen, haben sich 705 Talente angemeldet. Die besten Demos der Bereiche Pop, Electronic, Rock und Urban werden ebenso prämiert wie der beste "Swiss Video Clip".

"m4music" findet seit 1998 statt und wird vom Migros-Kulturprozent in Zusammenarbeit mit den beteiligten Clubs und der Fondation Suisa organisiert. Ziel des Festivals ist die Förderung des Schweizer Pop- und Clubmusikschaffens mit speziellem Augenmerk auf die Nachwuchsförderung.

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