Berlusconi
Mit Berlusconi den Hintern waschen

Es ist wohl die berühmteste Seife der Welt. Ein Kunstobjekt, das angeblich aus dem Körperfett des italienischen Ministerpräsidenten entstanden ist, ist seit kurzem in Zürich zu bewundern.

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Keystone

Ende 2004 liess sich der italienische Premier Silvio Berlusconi in einer Schönheitsklinik in Lugano rundum erneuern. Das Fett, das ihm damals an Gesicht und Bauch abgesogen wurde, landete aber nicht Kübel, sondern auf dem Tisch des Schweizer Künstlers Gianni Motti (52) - behauptet er zumindest.«Es war so eine gallertartige Masse, die schrecklich stank, wie verdorbene Butter oder altes Frittieröl», so Motti.

Diese Seife gibt es nun in Zürich im Rahmen der Ausstellung «Une idée, une forme, un être - Poésie/Politique corporel» zu bestaunen.

Das eher unansehnliche Stück trägt den Titel «Mani pulite» - auf deutsch bedeutet das «saubere Hände» und war die Überschrift der Antikorruptions- und Anti-Mafia-Kampagne der italienischen Justiz in den Neunziger Jahren, wie «le matin» schriebt.

Der 47-jährige Motti ist abonniert auf skurrile Aktionen mit politischem Bezug. Geplant war auch schon Kontakt mit Fidel Castro, von dem er gerne den Küstenstreifen Guantanamo Bay pachten möchte. (jep)

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