Tobelbrücke
Millionengeschenk: Gönner will Küsnacht eine Brücke finanzieren

Die Idee, eine Fussgängerbrücke über das 50 Meter tiefe Küsnachter Tobel zu bauen, geistert seit längerer Zeit herum - doch sie kostet rund 1,1 Millionen Franken. Nun will ein anonymer Gönner den Küsnachterinnen und Küsnachtern die Brücke schenken.

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Die Fussgängerbrücke soll über das Küsnachter Tobel führen. (Archiv)

Die Fussgängerbrücke soll über das Küsnachter Tobel führen. (Archiv)

Keystone

Die Gemeinde Küsnacht und der Gönner haben einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Wer der edle Spender ist, bleibt vorderhand geheim: Er wolle sich noch im Hintergrund halten, teilt die Gemeinde mit. Die Spende soll aber im Andenken an seine Gattin erfolgen.

"Die Fussgängerverbindung würde das trennende Küsnachter Tobel auf elegante Art überwinden und damit die Küsnachter Quartiere und Naherholungsgebiete Allmend und Itschnach einander näher bringen", schreibt der Gemeinderat. Ein Vorprojekt aus dem Jahr 2014 sieht eine Fussgängerbrücke mit einer Spannweite von 150 Metern vor.

Da der Gönner vollumfänglich für den Bau aufkommt, wird die Bevölkerung nicht über den erforderlichen Kredit abstimmen. Sie kann sich aber dennoch zur geplanten Fussgängerverbindung äussern, da der kommunale Verkehrsrichtplan angepasst werden muss: Ab 16. Dezember liegt der Plan für 60 Tage öffentlich auf, am 18. Juni 2018 befindet die Gemeindeversammlung über ihn. "Läuft alles rund, könnte 2019 mit dem Bau der Brücke begonnen werden", hält der Gemeinderat fest.

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