Bildung
Mehr Schweizer Geschichte an Zürcher Schulen? Nicht nötig, findet der Regierungsrat

Der Zürcher Regierungsrat hält nichts davon, die Geschichte der Schweiz und des Kantons Zürich stärker in die obligatorische Schulbildung einfliessen zu lassen, wie das drei SVP-Kantonsratsmitglieder in einem Postulat fordern. In den geltenden Lehrplänen sei das Thema bereits genügend berücksichtigt.

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«Die drei Eidgenossen beim Schwur auf dem Rütli» (Ölgemälde von Johann Heinrich Füssli, 1780)

«Die drei Eidgenossen beim Schwur auf dem Rütli» (Ölgemälde von Johann Heinrich Füssli, 1780)

AZ

Die Grundlagen für den Unterricht in Geschichte der Schweiz und des Kantons Zürich seien im Lehrplan im Unterrichtsbereich Mensch und Umwelt umschrieben, schreibt der Regierungsrat in einer am Donnerstag publizierten Stellungnahme zum SVP-Vorstoss.

Die Entstehungsgeschichte der heutigen Schweizer Demokratie werde zusätzlich im Lehrplan zur politischen Bildung hervorgehoben.

Mit den vielfältigen Unterrichtsmaterialien und den zahlreichen Möglichkeiten, die politischen Verhältnisse unmittelbar zu erleben - beispielsweise im Rahmen von Debattier-Wettbewerben, Schülerrat oder Projektwochen im Bundeshaus - könnten die Zielsetzungen des Postulates für alle Stufen bereits erreicht werden.

Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Kantonsrat, das Postulat von Daniel Wäfler (Gossau), Anita Borer (Uster) und Elisabeth Pflugshaupt (Bertschikon) nicht zu überweisen.

Diese wollen, dass weitere Möglichkeiten geprüft werden, um die Entstehungsgeschichte der heutigen Schweizer Demokratie den Schülern näher zu bringen und "als Fundament unserer heutigen Gesellschaft lebendig zu erhalten".

Wie der Regierungsrat ausführt, wird auch in der Vorlage der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz zum Lehrplan 21 der Kompetenzaufbau zum Wissen und Verstehen der Schweizer Demokratie festgehalten.

Der Bildungsrat führe dazu im Frühjahr eine Vernehmlassung durch. Dabei könnten Anliegen zu Lehrinhalten eingebracht werden.

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