Kulturlandinitiative
Kulturlandinitiative: ZBV-Präsident nimmt den Hut

Der Präsident des Zürcher Bauernverbandes (ZBV), Hans Staub, tritt per sofort zurück, wie der ZBV am Freitag mitteilte. Der Rücktritt steht im Zusammenhang mit dem ZBV-Streit über die Kulturlandinitiative, die letzten Sonntag vom Volk angenommen worden ist.

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Die Kulturlandinitiative will ökologisch wertvolle Flächen schützen.

Die Kulturlandinitiative will ökologisch wertvolle Flächen schützen.

Keystone

Die Meinungen innerhalb des Verbandes zur Kulturlandinitiative waren geteilt - Staub gehörte zu den Befürwortern. Der ZBV beschloss deshalb im Vorfeld der Abstimmung Stimmfreigabe. Völlig unüblich, wie ZBV-Geschäftsführer Ferdi Hodel gegenüber der sda sagte.

Am Mittwoch, drei Tage nach der Abstimmung, habe man an der Vorstandssitzung die Angelegenheit nochmals besprochen, so Hodel. Es sei eine «intensive Aussprache» gewesen. Es ging um Vergangenheitsbewältigung des Abstimmungskampfes mit dem Ziel, bei der Umsetzung der Initiative geschlossen aufzutreten.

Nach der Sitzung hat Staub offenbar umgehend sein Rücktrittsschreiben verfasst. Der ZBV-Ausschuss habe dieses am Donnerstag «zur Kenntnis genommen», wie es in der Mitteilung heisst. Staub habe aus «eigenem Ermessen» den Hut genommen, nicht etwa aufgrund von Rücktrittsforderungen.

Hodel unterstrich denn auch das «sehr gute Einvernehmen», es habe «keine Scherben» gegeben. Staub selbst war am Freitag telefonisch nicht erreichbar.

Der ZBV wird nun interimistisch von Vizepräsident Hans Frei geleitet. Über die Regelung der Nachfolge Staubs wird laut Mitteilung zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

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