Missbrauchsvorwürfe
Jürg Jegge wehrt sich gegen Zahlung von Untersuchungs-Kosten

Der ehemalige Zürcher Sonderschullehrer Jürg Jegge wehrt sich gegen die Kosten, die er aufgrund eines Vorabklärungsverfahrens wegen Missbrauchsvorwürfen zahlen soll. Der Beschuldigte habe vor Ablauf der Frist Ende letzter Woche eine entsprechende Eingabe gemacht.

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Der Fall Jürg Jegge ist für die Zürcher Justiz erledigt: Die Missbrauchsvorwürfe seien verjährt, so die Begründung. Enzo Lopardo/Zürcher Regionalzeitungen ZRZ

Der Fall Jürg Jegge ist für die Zürcher Justiz erledigt: Die Missbrauchsvorwürfe seien verjährt, so die Begründung. Enzo Lopardo/Zürcher Regionalzeitungen ZRZ

Enzo Lopardo/Zürcher Regionalzeitungen ZRZ

Dies teilte die Oberstaatsanwaltschaft am Montag auf Anfrage der sda mit. Abgesehen davon ist der Fall Jegge für die Zürcher Justiz aber erledigt. Die Frist für neue Beweisanträge sei ohne neue Eingaben von Geschädigten abgelaufen. Gegen den früheren Sonderschulleher wird es somit kein Strafverfahren geben, weil die Missbrauchsvorwürfe verjährt sind.

Die Staatsanwaltschaft hatte zahlreiche Personen befragt, die als Jugendliche mit Jegge Kontakt gehabt hatten und von einem Missbrauch hätten betroffen sein können. Sie kam jedoch zum Schluss, dass entweder keine oder aber nur verjährte strafbare Handlungen stattgefunden hatten.

Buch brachte Fall ins Rollen

Anfang April hatte ein ehemaliger Schüler Jegge sexuellen Missbrauch vorgeworfen. Er hatte ein Buch mit seiner Geschichte veröffentlicht. Unter dem Vorwand einer therapeutischen Massnahme soll es über Jahre zu körperlichen Übergriffen gekommen sein, bei denen sie beispielsweise gemeinsam onaniert hätten.

Jegge räumte ein, dass es sexuelle Kontakte gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei führten daraufhin eine Razzia in Jegges Haus durch.

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