Zürich
Die Initiative "Sportstadt Züri" fordert gratis Sportanlagen für alle

Gratis ins Schwimmbad, gratis zum Schlittschuhlaufen: Das fordert die Partei der Arbeit (PdA) in der Stadt Zürich. Die Partei hat eine Volksinitiative lanciert, die alle städtischen Sportanlagen kostenlos machen will. Damit entgingen der Stadt jährliche Einnahmen in Höhe von rund 15 Millionen Franken.

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Zürcherinnen und Zürcher sollen zu mehr Bewegung animiert werden. Deshalb fordert die "Partei der Arbeit" (PdA) einen kostenlosen Zugang zu Sportanlagen. (Bild: Hallenbad Oerlikon)

Zürcherinnen und Zürcher sollen zu mehr Bewegung animiert werden. Deshalb fordert die "Partei der Arbeit" (PdA) einen kostenlosen Zugang zu Sportanlagen. (Bild: Hallenbad Oerlikon)

Stadt Zürich

Die Volksinitiative "Sportstadt Züri" fordert, dass alle Sport- und Schwimmanlagen der Stadt, darunter Eisbahnen, Rasensportanlagen und Sporthallen, gratis werden - sowohl für die Bevölkerung wie auch für kleine Sportvereine, deren Einnahmen unter 100'000 Franken liegen.

Eintrittspreise und Gebühren dürften niemanden daran hindern, sportlich aktiv zu sein, begründet die Partei ihre Initiative, die am Mittwoch im Amtsblatt publiziert wurde.

Ein gemeinsamer Besuch im Schwimmbad könne für eine Familie aber schnell mal über 20 Franken kosten. Vor allem Menschen mit kleinem Portemonnaie würden so jedoch von sportlicher Aktivität abgehalten. Die Partei beginnt am kommenden Samstag mit der Unterschriftensammlung.

Das Sportamt der Stadt Zürich schätzt die Einnahmen, die bei einer Umsetzung der Initiative ausbleiben würden, auf 14 bis 15 Millionen Franken im Jahr. Allein bei den Badeanlagen werden die Mindereinnahmen auf 10,5 Millionen Franken veranschlagt.

In der Stadt Zürich könnten bereits heute viele Sportanlagen kostenlos genutzt werden, hält das Amt auf Anfrage fest. So seien im Sommer unter anderem die Flussbäder Oberer und Unterer Letten sowie das Seebad Katzensee gratis zugänglich. Und Vereine könnten Sportanlagen für ihre Jugendsportangebote kostenlos nutzen.

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