Spreitenbach
Das Diakoniewerk Bethanien ist jetzt auch ein Restaurant für alle

Erstmals betreibt das 140 Jahre alte Diakoniewerk an der Steinackerstrasse ein öffentliches Restaurant. Die Überbauung Steiacherhof, die sich östlich des Shoppingcenters Shoppi befindet, ist auf die Bedürfnisse von älteren Leuten ausgerichtet.

Dieter Minder
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Im neuen Restaurant Bethanien sollen sich die Generationen treffen. Bettina Hamilton-Irvine

Im neuen Restaurant Bethanien sollen sich die Generationen treffen. Bettina Hamilton-Irvine

Das ist eine Premiere: Das Diakoniewerk Bethanien führt im Steiacherhof Spreitenbach neu den Gastronomiebetrieb als Restaurant Bethanien. Es sei das erste Mal überhaupt, dass das Diakoniewerk ein öffentliches Restaurant betreibe, sagt Nadja Kröner, Leiterin Marketing und Eventmarketing. «Unsere bisherigen Gastronomiebetriebe waren alle Teil einer Institution des Diakoniewerkes.»

Für Bewohner und Anwohner

Das Angebot des Restaurants richtet sich nach wie vor an die Bewohner der Überbauung Steiacherhof, die als Altersresidenz betreutes Wohnen im Alter konzipiert ist, daneben aber genauso an Angehörige, Anwohner oder Geschäftsleute. «In unserem Restaurant sollen sich die Generationen begegnen können», sagt Kröner.

Die Überbauung Steiacherhof, die sich östlich des Shoppingcenters Shoppi befindet, ist auf die Bedürfnisse von älteren Leuten ausgerichtet. Sie gehört der Personalstiftung Bethanien. In dieser ist die gesamte Belegschaft des Diakoniewerks Bethanien versichert.

Hilfreich seit 140 Jahren

Den Bewohnern in den Mietwohnungen des Steiacherhofes bietet die PHS AG Pflegedienstleistungen sowie einen Präsenzdienst rund um die Uhr an, die Wohnungen sind mit Notrufanlagen ausgerüstet. Die PHS AG ist eine Tochtergesellschaft des Diakoniewerks Bethanien .

1874 gründete die Evangelisch-methodistische Kirche Deutschland/Schweiz den Verein Bethanien. Ab 1885 engagierten sich deren Diskonissen in der privaten Krankenpflege in St. Gallen. 1887 pflegten Bethanienschwestern Gottfried Keller auf seinem letzten Wegstück. 1911 wurde der Verein in Zürich mit 75 Schwestern verselbstständigt. Im selben Jahr wurden in Zürich Fluntern das erste Spitalgebäude und eine Krankenpflegeschule in Betrieb genommen.

Neue Wohngruppe

Später führte das Diakoniewerk Betriebe in Bern, Davos, Gais, Lausanne, Luzern und Zürich. Immer waren es solche des Bereiches Kranken- und Altenpflege. 2010 übernahm das Diakoniewerk die Kinderkrippe in Oerlikon. Im selben Jahr wurde die Privatklinik an Genolier Swiss Medical Network verkauft. Im Januar 2014 wird in Kaltenbach eine therapeutische Wohngruppe für Frauen mit Essstörungen eröffnen.

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