Urdorf

Wegen wiederholtem Vandalismus: Gemeinderat setzt auf Videoüberwachung

Bereits im Januar 2019 trieben Vandalen in Urdorf ihr Unwesen. Damals versprayten sie den vierten Kreiselarm beim Schäflibach.

Bereits im Januar 2019 trieben Vandalen in Urdorf ihr Unwesen. Damals versprayten sie den vierten Kreiselarm beim Schäflibach.

Kameras sollen Vandalen in Urdorf abschrecken und identifizieren. Der Gemeinderat hofft so, dass bald wieder Ruhe und Ordnung im Zentrum Spitzacker einkehrt.

Vandalismus und Ruhestörungen beschäftigen die Gemeinde Urdorf seit längerer Zeit. Während des Corona-Lockdowns verschärfte sich das Problem, wie Patrick Müller, Leiter Stab, bestätigt. Der Gemeinderat erhöhte deshalb Mitte April die Präsenzeinsätze der Polizei im Zentrum Spitzacker und auf den Sportplätzen, wo es regelmässig zu Verstössen kommt. Seit Mitte Mai setzt die Gemeinde zusätzlich auf einen privaten Sicherheitsdienst, der vor allem rund um das Zentrum regelmässig patrouilliert.

Auch wenn diese Massnahmen die Lage etwas verbessert haben, will der Gemeinderat nun auch noch Videoüberwachungskameras installieren, um das Problem zu bekämpfen. Dazu hat er nun ein Reglement erarbeitet und erlassen, das ihm ermöglicht, exponierte Standorte wie die Zentrumsanlage, Sportplätze und Abfallsammelstellen mit Videokameras auszurüsten. Dies unter Berücksichtigung des Leitfadens des Datenschutzbeauftragten des Kantons Zürich.

Auf den Sportplätzen wird grilliert

«Diese weitere Vorkehrung zeigt, wie gross der Leidensdruck in Urdorf ist. Es handelt sich um groben Vandalismus und um starke Lärmstörungen», sagt Patrick Müller. Manifestieren würden sich die Verfehlungen etwa in Form von Graffiti und Schmierereien an der Zentrumshalle, Beschädigungen an Bushäuschen und dem Grillieren auf dem roten Tartan-Platz und im öffentlichen Raum. Mit der Installierung der Kameras erhofft sich der Gemeinderat nun, das Problem ganz in den Griff zu bekommen. «Die Kameras dienen zur Prävention und auch zur Identifizierung von sich unrechtmässig verhaltenden Personen», sagt Müller. Dies, zusätzlich zu den eingeleiteten oder noch geplanten Massnahmen, so beispielsweise die noch auf dieses Jahr vorgesehene Umsetzung der neuen Jugendstrategie. Damit endlich wieder Ruhe und Ordnung in der Umgebung des Zentrums Spitzacker und auf dem ganzen Gemeindegebiet einkehre.

Urdorf ist nicht die einzige Gemeinde im Limmattal, die zur Bekämpfung von Vandalismus Kameras nutzt. Die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Birmensdorf/Aesch und der Primarschulgemeinde Birmensdorf sprachen sich im Dezember 2019 an der Gemeindeversammlung für ein Reglement zur Videoüberwachung aus. Dies nachdem es in Birmensdorf vermehrt zu Sachbeschädigungen durch Jugendliche gekommen war, die sich vorwiegend nachts auf Sportplätzen und Schulhöfen versammelten.

Auch die Schule in der Nachbargemeinde Uitikon zählt seit dem 1. März 2020 auf Videoüberwachung. Dies nicht aufgrund von Sachbeschädigungen, sondern um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler der Schulanlage Schwerzgrueb zu gewährleisten. Dort war es wiederholt zu potenziell gefährlichen Manipulationen an abgestellten Velos von Schülerinnen und Schülern gekommen. Zwecks Prävention und Verhinderung von strafbaren Handlungen hat die Schulpflege am 20. Januar 2020 ein Reglement zur Überwachung der Schulanlagen erlassen.

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