Dietikon
Was wünschen Sie sich für das neue Jahr? Sekundarschüler realisieren Wunschbaum-Projekt

Die selbst gebastelten Karten, die man an den Baum hängen kann, sind in verschiedenen städtischen Geschäften kostenlos erhältlich. Damit will man das Gewerbe stärken und besinnliche Stimmung verbreiten.

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Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarklasse SA3b und ihr Lehrer Thomas Broger hatten viel Freude am Wunschbaum-Projekt.
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Nicht nur die Wunschkarten, sondern auch Plakate und Flyer erstellten die Schüler selber – auch in ihrer Freizeit.
Während der Adventszeit erhält man die Wunschkarten in verschiedenen Dietiker Geschäften kostenlos.
Seine Wünsche kann man an den 14 Meter hohen Christbaum hängen.
Auch die Schülerinnen und Schüler haben ihre Wünsche niedergeschrieben.
Von der Stadt erhielt die Klasse einen Baumschmuck in Form einer Dietiker Lilie.
Im Frühling soll aus den besten Wunschkarten ein Buch entstehen.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarklasse SA3b und ihr Lehrer Thomas Broger hatten viel Freude am Wunschbaum-Projekt.

Sandra Ardizzone

Der 14 Meter hohe Christbaum auf dem Dietiker Kirchplatz ist gestern zum Wunschbaum geworden. Seit Dienstag sind in zahlreichen Dietiker Geschäften kostenlose Wunschkarten erhältlich. Diese kann man mit seinem grössten Wunsch für das neue Jahr beschriften und an den Tannenbaum hängen.

Der Wunschbaum ist ein Gemeinschaftsprojekt der Standortförderung Dietikon, der Sekundarschulklasse SA3b des Zentralschulhauses und der Netzwerkstadt, einem Verbund von initiativfreudigen Menschen aus den Bereichen Dienstleistung, Kultur und Detailhandel. So wollen sie einerseits das lokale Gewerbe mit den Wunschkarten unterstützen und andererseits besinnliche Stimmung verbreiten, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. Dieses Jahr wird die Weihnachtsbeleuchtung im Stadtzentrum aufgrund der Limmattalbahn-Bauarbeiten nämlich spärlicher als in Vorjahren ausfallen.

Die Schüler haben sogar in ihrer Freizeit gebastelt

Die Idee wurde unter der Leitung von Klassenlehrer Thomas Broger von den Schülerinnen und Schülern umgesetzt. Einen Monat lang haben sie in der Schule sowie in der Freizeit Kärtchen ausgeschnitten, gestaltet und laminiert sowie Plakate und Flyer erstellt. «In anderen Jahren war meine Klasse jeweils mit einem Stand am Weihnachtsmarkt vertreten», sagt Broger. «Weil der dieses Jahr aber ins Wasser fiel, hat es sich angeboten, beim Projekt mitzumachen.» Er und seine Schüler hätten Gefallen an der Arbeit gefunden, sagt Broger. «Es war lustig, mit den Kollegen gemeinsam am Projekt zu arbeiten», sagt Sekundarschüler ­Severin (15).

Wenn der Baum und mit ihm die Wunschkarten am sechsten Januar wieder abgebaut werden, sollen die Wünsche der Dietikerinnen und Dietiker nicht einfach vergessen werden. «Wir hatten die Idee, aus den Kärtchen etwas Nachhaltiges zu machen», sagt Broger, der schon seit 17 Jahren in Dietikon unterrichtet. «Deshalb möchten wir im Frühling die schönsten Wünsche in einem Buch festhalten.»

Der von der Holzkorporation Dietikon gespendete Christbaum wurde am 23. November mit dem Sattelschlepper im Zentrum vorgefahren und bringt den Kirchplatz seit dem 27. zum Leuchten. Wegen der Einschränkungen durch die Bauarbeiten entschied die Infrastrukturabteilung, dieses Jahr eine besonders grosse Tanne aufzustellen.

Die ganze Aktion sei nur dank grosser Hilfe des Teams der Limmattalbahn möglich gewesen, sagte Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) in seiner Rede an der Wunschbaumeinweihung. Sein Dank gebührte neben den Bauarbeitern auch der Sekundarklasse und ihrem Klassenlehrer. Sie erhielten einen Baumschmuck in Form einer Dietiker Lilie, den sie anschliessend feierlich zusammen mit ihren eigenen Wunschkarten an den Christbaum hängen konnten.