Fahrweid

Verkehrsentlastung erst ab 2025: Baustart für Umfahrung verzögert sich um zwei Jahre

Die Verkehrsberuhigung in der Fahrweid muss noch etwas warten.

Die Verkehrsberuhigung in der Fahrweid muss noch etwas warten.

Der Kanton rechnet mit dem Baubeginn der Umfahrung Fahrweid im Jahr 2023. Grund für die Verzögerung sind weitere Arbeiten, die ins Projekt integriert werden.

Der Bau der neuen Niederholzstrasse ist ein leidiges Thema für die Bewohnerinnen und Bewohner der Fahrweid. Seit mehr als drei Jahrzehnten besteht das Vorhaben, den Verkehr aus dem Siedlungsgebiet herauszuholen. Das kantonale Tiefbauamt rechnete damit, mit dem Bau der Umfahrung im Rahmen des Gubrist-Ausbaus 2021 zu starten. Doch nun müssen sich die Anwohner noch etwas länger gedulden. «Die öffentliche Auflage des Bauprojekts ist nach den Schulsommerferien geplant. Im Herbst 2020 ist dann der Antrag des Regierungsrats an den Kantonsrat vorgesehen. Der Baubeginn ist für 2023 festgesetzt. Die Bauzeit beträgt ungefähr 2 Jahre», sagt Thomas Maag, Mediensprecher der kantonalen Baudirektion. Dies jedoch nur, sofern gegen das Projekt keine Rechtsmittel ergriffen werden.

Grund für die Verzögerung sind weitere Arbeiten, die ins Projekt integriert wurden. «Das Vorprojekt musste ein zweites Mal aufgelegt werden, weil es zusätzlich noch mit der Sanierung der bestehenden Limmatbrücke, dem Neubau einer zusätzlichen Brücke, dem Ausbau der Kreuzung Fahrweidstrasse/Überlandstrasse sowie einer Veloschnellroute ergänzt worden ist», erklärt Maag.

Umgestaltung gewisser Gebiete vorziehen

Dieser Verzug macht auch den Gemeinden Weiningen und Geroldswil einen Strich durch die Rechnung. Sie wollten mit ihren kommunalen Projekten zur Verkehrsberuhigung in der Fahrweid zuwarten, bis der Kanton die neue Niederholzstrasse erstellt hat. Doch bereits Anfang Jahr gab man zu verstehen, dass man die Umgestaltung des Quartiers nicht so lange aufschieben will. «Die alte Niederholzstrasse können wir erst umgestalten, wenn der Kanton uns diese Strasse abgetreten hat», sagt der Weininger Gemeindepräsident Mario Okle (parteilos). Das Ziel sei aber, zumindest vom Geroldswiler Kreisel runter Richtung Dietikon bis zur zweiten Gemeindegrenze bereits 2021 zu starten.

Weiningen behandelt derzeit die Einwendungen zum Vorprojekt. In Geroldswil ging eine Einwendung zur Strassengestaltung ein. «Es wird gewünscht, die Einbuchtung bei der Bushaltestelle Au zu belassen und keine Fahrbahnhaltestelle zu errichten», sagt Gemeindeschreiber Gregor Jurt. Da diese Massnahme jedoch zur Verkehrsberuhigung eingesetzt werde, könne man die Einwendung nicht beherzigen.

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