Pandemie

Telepsychiatrie statt stationär: Weshalb die Psychiatrische Uniklinik auf Behandlung zu Hause setzt

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich baut die Behandlungen bei den Patienten zu Hause aus. (Symbolbild)

Die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich baut die Behandlungen bei den Patienten zu Hause aus. (Symbolbild)

Auch die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) passt ihr Angebot der Corona-Krise an: Die Kapazitäten für die Behandlung von psychisch kranken Personen zu Hause wurden verdoppelt.

Das sogenannte Home Treatment wird seit vier Jahren angeboten, wie die Klinik am Freitag mitteilte. Akut psychisch kranke Menschen werden zu Hause durch ein multiprofessionelles Behandlungsteam aus Medizin, Pflege, Psychologie, Soziale Arbeit und Ergotherapie aufgesucht behandelt.

Das Angebot ist als Alternative zur herkömmlichen stationären Akutbehandlung konzipiert und soll diese ersetzen oder verkürzen. Während der aktuellen Covid-19-Pandemiephase sei das eine speziell sinnvolle und von Patienten geschätzte Behandlungsform, vor allem weil ein Klinikaufenthalt vermieden werden könne, heisst es in der Mitteilung.

Die PUK stockt deshalb temporär die Kapazität für diese Behandlungsform von 15 auf 30 Erkrankte auf. Zudem gibt es für das Angebot keine Altersgrenzen mehr.

Ausserdem wurde die Telepsychiatrie stark ausgebaut. Zudem stehen sogenannte elektive Angebote, wie etwa Gruppentherapien, mit angepassten Verhaltensregeln in zunehmendem Masse wieder zur Verfügung.

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