Jubiläum

Stetiges Wachstum seit 60 Jahren: Der Tennisclub Uitikon feiert mit Torte, Tenniskurs und Topspieler

Seit der Errichtung der Lufthalle (links) im Herbst 2018 können die Uitiker Tennisspieler auch im Winter trainieren.

Seit der Errichtung der Lufthalle (links) im Herbst 2018 können die Uitiker Tennisspieler auch im Winter trainieren.

Der Tennisclub Uitikon feiert am Samstag an seinem Sommerfest das 60-jährige Bestehen. Dabei sein wird auch Hansueli Müller, der den Verein 1959 ins Leben gerufen hat.

1959 war ein gutes Jahr für den Tennissport in Uitikon. Die Gemeinde erwarb am heutigen Standort Sürenloh 3635 Quadratmeter Land. Ein einfaches Clubhaus samt Restaurant mit vier Tennisplätzen wurde gebaut. Das war die Geburtsstunde des Tennisclubs Uitikon. Am Samstag feiert der Verein am traditionellen Sommerfest sein 60-jähriges Bestehen. «Wir freuen uns sehr auf den Anlass. Schön ist, dass unser Gründungsvater Hansueli Müller dabei sein wird», sagt Präsident Martin Tschudi.

Müllers Einsatz für den Uitiker Tennissport begann jedoch noch viel früher. Als Einwohner von Uitikon wollte der heute 96-Jährige im jüdischen Tennisclub Hakoah, der in der Gemeinde an der Bahnlinie der Üetlibergbahn trainierte, Tennisspielen lernen. Da er nicht eintreten konnte, gründete er 1946 kurzerhand den Tennisclub Waldegg. Der Verein mietete eine der leerstehenden Plätze des Tennisclubs Hakoah. Innert kürzester Zeit fanden sich Studenten, aber auch ältere Interessierte — alles Anfänger — zu einer begeisterten Sportgruppe zusammen. Der Tennisclub Waldegg trat dem Tennisverband bei und bald konnte er an den Interclubmeisterschaften teilnehmen. Als nach einigen Jahren das ganze Gelände verkauft wurde, mussten die Tennisspieler bis zur Gründung des Tennisclubs Uitikon 1959 eine Pause einlegen.

Stetiges Wachstum

In den vergangenen Jahren ist der Verein stetig gewachsen. Derzeit zählt er 410 Mitglieder, davon sind 196 Aktive und 153 Juniorinnen und Junioren. «Seit 2005 halten wir die Zahlen fest. 410 Mitglieder sind der bisherige Rekord», sagt Tschudi. Nachwuchsprobleme kennt man nicht. Vor allem in den letzten zwei Jahren habe die Zahl der Junioren stark zugenommen. «Das hat zum einen mit der Qualität und der Organisation des Trainings zu tun, zum anderen aber auch mit der Anschaffung eines Tennisballons im Herbst 2018», sagt Tschudi. Dabei handelt es sich um eine überdimensionale Lufthalle, in der man auch im Winter auf zwei der heute sechs Plätze spielen kann. «Man muss im Winter nicht mehr woanders trainieren und weite Wege auf sich nehmen. Der Ballon ist für uns eine wichtige Ergänzung, vor allem für die Juniorenarbeit.» Finanziert hat man das 250'000 Franken teure Occasions-Modell aus der Vereinskasse. «Der Kauf hat sich gelohnt. Wir sind sehr zufrieden», so Tschudi. Ein weiteres Projekt zur Kapazitätserweiterung steht an. «Wir werden zusätzliches Licht bei den Plätzen installieren, damit wir die Abendaktivitäten und -trainings ausbauen können», sagt Tschudi. Ins Auge gefasst hat der Verein auch die Modernisierung des Clubhauses. Ab 2025 muss sich der Tennisclub zudem Gedanken über die Totalsanierung der Sandplätze machen.

Auf sportlicher Ebene ist man ehrgeizig, aber nicht verbissen: «Wir versuchen nicht, einen nächsten Roger Federer hervorzubringen. Unser Ziel ist es, Tennisbegeisterten die Möglichkeit zu bieten, sich sportlich zu betätigen und fit zu bleiben», sagt Tschudi. Daneben ist es dem Verein wichtig, dass auch das Gesellige nicht zu kurz kommt, daher ist ein bedientes Restaurant in den Club integriert. Die sportliche Herausforderung kommt aber nicht zu kurz. «Wir haben zwölf Teams, die an den Interclubmeisterschaften teilnehmen. Selbst veranstalten wir Clubmeisterschaften sowie Plauschturniere.» Für die nächsten 60 Jahre wünscht sich der Vereinspräsident, dass die tolle Atmosphäre auf und neben dem Platz bestehen bleibt. «Jeder übernimmt Verantwortung, sowohl der Vorstand als auch die Mitglieder, sei es bei Anlässen oder beim Frühlingsputz. Das ist schön. Ich hoffe wir können als Tennisfamilie so weitermachen.»

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Autor

Sibylle Egloff

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