Dietikon

Stadt bestätigt: Alle städtischen Veranstaltungen fallen aus

Dieses Jahr gibt es keinen Weihnachtsmarkt in Dietikon.

Dieses Jahr gibt es keinen Weihnachtsmarkt in Dietikon.

Wegen den steigenden Fallzahlen hat die Stadt Dietikon alle ihre Veranstaltungen bis Ende Jahr abgesagt. Die Nachbargemeinde Urdorf zieht mit und sagt ebenfalls alle ihre Anlässe ab.

Die Veranstaltungskalender der Limmattaler Gemeinden werden immer dünner. Nachdem Oberengstringen Anfang Woche entschieden hat, das für dieses Wochenende geplante Dorfplatzfest wegen der jüngsten Vorgaben des Regierungsrates abzusagen, fallen nun auch in Dietikon und Urdorf viele Anlässe den neuen Coronamassnahmen zum Opfer.

So hat die Dietiker Gemeindeführungsorganisation beschlossen, auf die Durchführung sämtlicher städtischer Grossanlässe bis zum 1. Januar zu verzichten. Abgesagt sind demnach der Herbstmarkt, die Chilbi, der Weihnachtsmarkt, die Seniorenweihnacht und das Neujahrskonzert, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Offen ist laut Mitteilung noch, ob und wie die Sichlete und der Chlauseinzug stattfinden werden. Die Stadt sei mit den privaten Veranstaltern im Gespräch. Sicher ist hingegen, dass der Flohmarkt ab dem 1. September bis auf Weiteres nicht mehr durchgeführt wird.

Anders präsentiert sich die Lage beim Frischmarkt auf dem Kirchplatz. Dieser wird bis auf Weiteres fortgesetzt. «Die Schutzkonzepte der Marktfahrenden sowie ein überschaubareres Besucheraufkommen machen das möglich», heisst es in der Mitteilung. Auch kleinere kulturelle Veranstaltungen von «Kultur in Dietikon» sowie ­private Anlässe könnten mit ­adäquaten Schutzkonzepten und unter Einhaltung der Hy­gienemassnahmen weiterhin stattfinden.

So sehr diese Massnahme auch schmerze, so notwendig sei sie aus Sicht der Gemeindeführungsorganisation, sagt der Leiter, Stadtrat Heinz Illi: «Bei der Absage dieser Anlässe handelt es sich um eine Vorsorgemassnahme. Wir sind bisher gut gefahren mit unseren Vorgaben. Aber bei den anstehenden Grossanlässen lassen sich die Corona-Schutzregeln nicht mehr einhalten.» Gerade bei den Märkten, wo man von allen Seiten auf das Veranstaltungsareal gelangen kann, sei es unmöglich, nachzuvollziehen, wer sich wann und wo aufgehalten habe. Auch die Abstandsregeln liessen sich dort nicht einhalten. «Wir wollen deshalb verhindern, dass aus solch einer Veranstaltung ein Hotspot wird», sagt Illi.

Etwas anders präsentiere sich die Situation im «Gleis 21» und in der Freizeitanlage Chrüzacher. Dort verfüge man über Schutzkonzepte, die sich aufgrund des überschaubaren Personenaufkommens viel besser einhalten liessen, so Illi. «Dennoch sind wir auch mit den dortigen Verantwortlichen im ständigen Austausch.»

Auch Urdorf zieht Konsequenzen

Wie Dietikon reagiert auch Urdorf auf die steigenden Fallzahlen im Kanton Zürich. Der ­Gemeinderat hat deshalb beschlossen, alle nicht zwingend durchzuführenden Veranstaltungen der politischen Gemeinde für die Zeit bis Ende Februar abzusagen. Zudem empfiehlt er Veranstaltern von Anlässen, die nicht von der Gemeinde organisiert werden, gleichermassen vorzugehen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Unter nicht zwingend durchzuführenden Veranstaltungen seien gesellschaftliche Anlässe wie das Kino am Pool, die Kunstausstellung im Gemeindehaus oder das Neujahrskonzert zu verstehen, sagt Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner. «Also Anlässe, bei denen es um das gesellige Zusammensein geht, das durch die einschränkenden Massnahmen aber nicht mehr gewährleistet ist.»

Auch in Urdorf sieht man die Absagen als präventive Massnahme, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. «Als Gemeinde stehen wir in der Verantwortung. Zumal nun eine Jahreszeit kommt, die mit der Grippe generell eine Herausforderung darstellt», sagt Rottensteiner.

Durch die frühe Absage erhalte man zudem Planungs­sicherheit. Das sei für viele ­Veranstalter wichtig. Mit Direktbetroffenen und weiteren Veranstaltern werde zur individuellen Klärung in den nächsten ­Tagen Kontakt aufgenommen. Voraussichtlich durchzuführende Veranstaltungen wie die Gemeindeversammlung werden mit einem strengen Schutzkonzept hinterlegt.

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