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Sportchef des FC Schlieren: «Das Ziel ist, dass wir mal ein Jahr ohne Abstiegssorgen haben»

Rachid Dos Santos (links) schoss gegen Lachen/Altendorf beide Tore für Schlieren.

Trotz des Ligaerhalts ist man beim FC Schlieren nicht rundum zufrieden mit der Saison.

Auf Schützenhilfe waren sie in der letzten Runde nicht mehr angewiesen. Mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Tabellenführer Lachen/Altendorf haben sich die Schlieremer am vergangenen Sonntag den Klassenerhalt in der 2. Liga gesichert. Die Limmattaler hätten sich in der Endabrechnung gar eine Niederlage erlauben können.

Denn schon am Vorabend wurde mit dem Sieg von Adliswil klar, dass drei statt vier Teams aus der Schlieremer Gruppe absteigen würden. Damit hätten die direkt hinter platzierten Wädenswil und Männedorf gewinnen müssen, um die Schlieremer noch auf einen Abstiegsplatz zu stossen. Doch Wädenswil verlor, und Männedorf holte nur einen Punkt.

Damit fand die Saison der Schlieremer einen versöhnlichen Abschluss. Trotzdem fällt das Fazit ernüchternd aus: «Es war eine sehr schwierige Saison», sagt Sportchef Peter Facchinetti. Dieser Meinung ist auch Trainer Besnik Ramadani. Aber: «Nach den Abgängen von guten Spielern vor der Saison wussten wir, dass es eine schwierige Spielzeit werden würde.» Hinzu kommt, dass Ramadani auch immer wieder seine Aufstellung anpassen musste. «Wir hatten viele verletzte und gesperrte Spieler», so Facchinetti.

Sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde beendeten die Limmattaler jeweils sechs ihrer 13 Spiele mit einer Niederlage. Besonders schlecht lief es zu Beginn der Rückrunde: Schlieren verlor gleich die ersten drei Partien, darunter gegen Wädenswil, den Konkurrenten im Abstiegskampf, und im Derby zu Hause gegen Urdorf. Nach acht Spielen hatten die Limmattaler bereits sechs Niederlagen auf dem Konto.

Dann aber fingen sich die Schlieremer wieder. Wie kam es zur Trendwende? Hat Ramadani seinen Schützlingen ins Gewissen geredet? «Das habe ich von Beginn an getan», so der Schlieremer Trainer. «Die Wirkung zeigte sich jedoch leider erst gegen Ende.» Damit spricht Ramadani die letzten fünf Partien an, von denen sein Team keine einzige verlor und elf von möglichen 15 Punkten holte.

«Hätten wir die ganze Saison derart konstant gespielt, hätten wir mit dem Abstieg nichts zu tun gehabt», sagt Facchinetti. Für den Sportchef war allerdings auch entscheidend, dass ältere Spieler wie Aleksandar Petrovic und Daniele Nizzola die Mannschaft verstärkten. Nizzola konnte in der Verteidigung seine Erfahrung ausspielen, und Petrovic sorgte offensiv für Aufsehen: In den letzten vier Spielen, in denen er zum Einsatz kam, erzielte er fünf Tore.

Kaderplanung noch offen

Ob Petrovic und Nizzola auch nächste Saison für die erste Mannschaft zum Einsatz kommen werden, steht noch nicht fest. Die Kaderplanung wird erst noch besprochen. Ramadani geht davon aus, dass der Kader mehr oder weniger zusammenbleiben wird, aber: «Wir arbeiten stets daran, uns punktuell zu verstärken, sei es mit eigenen Junioren oder auswärtigen Spielern.» Einen zusätzlichen Spieler müssen die Schlieremer auf jeden Fall holen, denn fest steht, dass Torhüter Jérôme Vollenweider nächste Saison nicht mehr dabei ist.

So oder so: Das Team der nächsten Saison soll den Ligaerhalt früher schaffen. «Das Ziel ist, dass wir mal ein Jahr ohne Abstiegssorgen haben», sagt Facchinetti.

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