Schlieren

Spitzentennis im Limmattal: Am internationalen Tennis Pro Open spielen die Profis von morgen

Das Tennis Pro Open in Schlieren kann dem Spitzennachwuchs in den Profisport verhelfen.

Das Tennis Pro Open in Schlieren kann dem Spitzennachwuchs in den Profisport verhelfen.

Bereits zum zweiten Mal organisiert der TC Schlieren das internationale Tennis Pro Open. Am Turnier kann das hochkarätige Kräftemessen aufstrebender Spitzenspieler hautnah erlebt werden.

Die Sandplätze stehen bereit. Doch damit alles so reibungslos verläuft wie 2018, hat der TC Schlieren noch alle Hände voll zu tun. Vom 19. bis zum 25. August findet in Schlieren das zweite Tennis Pro Open statt. Dabei werden aufstrebende Spieler verschiedener Nationen gegeneinander antreten. Während der gesamten Turnierwoche können in Schlieren zahlreiche hochkarätige Tennismatches bestaunt werden.

Vor etwas mehr als einem Jahr boten Swiss Tennis und die International Tennis Federation (ITF) dem TC Schlieren an, zum ersten Mal ein internationales Turnier zu veranstalten. «Tennisspiele auf so hohem Niveau erlebt man hier nicht alle Tage», sagt Marco Lier, Mediensprecher des TC Schlieren. Deshalb waren die Mitglieder des Vereins sofort begeistert von der Idee. Lier merkt jedoch an, dass es keine leichte Aufgabe gewesen sei, das Turnier zu organisieren: «Beim ersten ITF-Turnier hatten wir sehr wenig Zeit für die Organisation, da uns die ITF relativ spät zusagte.» Dieses Jahr hatte der Tennisclub mehr Zeit, das Turnier auf die Beine zu stellen. Viel geändert werden musste im Vergleich zum Vorjahr aber nicht.

2018: Teilnehmer aus 16 Ländern

Auch bei der zweiten Austragung des Turniers spielen 32 Nachwuchstennisspieler um das Preisgeld von 25'000 Dollar. Schon der erste Turniertag wird aufregend, da dann sämtliche Qualifikationsspiele stattfinden, merkt Lier an. Zudem ist der Eintritt am ersten Spieltag kostenlos.

Da es ein internationales Turnier ist, können Spieler aus verschiedenen Ländern teilnehmen. «Letztes Jahr hatten sich Sportler aus 16 Ländern angemeldet, unter anderem aus Tschechien, Australien und Chile.» Auch dieses Jahr hofft Lier auf viele internationale Gesichter. Doch auch Schweizer Tennisspieler können mitmachen. «Wir organisieren dieses Turnier, um aufstrebenden Schweizer Spielern ein Sprungbrett in den Profisport zu bieten», erklärt der 47-Jährige. Letztes Jahr war unter anderem die Nummer vier der nationalen Rangliste Sandro Ehrat dabei, der sich bis ins Finale gespielt hatte, in welchem jedoch gegen den Deutschen Louis Wessels verlor. Wer dieses Jahr auf dem Sand stehen wird, kann Lier noch nicht sagen, da die Anmeldungen über die ITF laufen und bis einen Tag vor dem Turnier möglich sind. Er weiss allerdings, dass Sandro Ehrat wieder dabei sein wird. Und nach dem Erfolg vom letzten Jahr dürfte sich das Turnier bei Spielern einen Namen gemacht haben.

50 freiwillige Helfer aus dem Verein

Die Mitglieder des TC Schlieren haben nicht nur vor, sondern auch während des Turniers eine Menge zu tun. «Etwa 50 Vereinsmitglieder stellten sich als freiwillige Helfer zur Verfügung», sagt der Mediensprecher. Hilfe, ohne die das Turnier nicht durchgeführt werden könnte.

Doch ganz alles liess sich nicht nach den Wünschen des Organisationskomitees realisieren. Gerne hätte der TC Schlieren den Nachwuchssportlern eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Aber da sich kein Sponsor dafür fand, wurde lediglich für freie Hotelzimmer gesorgt. Diese müssen die Spieler jedoch selbst bezahlen, was nicht unproblematisch sei: «Einige dieser jungen Männer reisen um die halbe Welt, um an Turnieren teilnehmen zu können. Sie besitzen kaum etwas, ausser dem Traum, Tennisprofi zu werden.»

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Autor

Manuel Reisinger

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