Limmattal

So geniessen sie das Limmattal von zuhause aus

Neuer Lesestoff: Für den Fall, dass Sie alle Lieblingsbücher bereits zweimal gelesen haben.  Bild: Keystone

Neuer Lesestoff: Für den Fall, dass Sie alle Lieblingsbücher bereits zweimal gelesen haben. Bild: Keystone

Diese sechs Tipps aus der Region sollen helfen, damit einem zuhause in der Selbstquarantäne die Decke nicht auf den Kopf fällt.

Wir hörten es unzählige Male: «Bleiben Sie zuhause», sagte nicht nur der Bundesrat auch Freunde rieten es einander und Arbeitgeber schickten ihre Arbeitnehmer mit dieser Bitte und einem Bündel Aufgaben nach Hause. Die freie Zeit soll man auch zuhause verbringen. Doch irgendwann ist die Steuererklärung gemacht, der Frühlingsputz erledigt und die gesamte Wäsche gewaschen. Deshalb hier einige Tipps, wie man in den eigenen vier Wänden bleiben und gleichzeitig ein wenig Limmattaler Weite verspüren kann.

Lesen: Vom Kochbuch bis zum Krimi

Aus literarischer Sicht liegen einige Perlen direkt vor der Haustüre. Die Anti-Food-Waste-Aktivistin Hélène Vuille veröffentlichte beispielsweise letztes Jahr die Geschichte eines kurdischen Flüchtlings. Die Birmensdorferin lernte ihn an einer Lebensmittelabgabestelle kennen und schrieb seine Geschichte auf. «Baran – 18 Jahre Regen», ist 144 Seiten lang und erschien im Paulus-Verlag. Wer sich als Ausgleich zum Lesen auch betätigen will, kann das Koch- und Lesebuch von Nicole Gyger zu Hand nehmen. Die Autorin und Germanistin kochte sich auf 320 Seiten durch die Weltliteratur. Die 33-Jährige richtete ihre Gerichte aus «Ferrante, Frisch & Fenchelkraut» auf Geschirr aus dem Brocki-Land Fahrweid an. Wer es actionreich mag, wird im Krimi des gebürtigen Dietikers Mike Mateescu «Der König von Wiedikon» direkt in die Besetzerszene von Zürich entführt. Ein weiterer Krimi für lange Abende ist «Rebenrausch». In diesem zeigt der Oberengstringer Autor Markus Matzner seine Leidenschaft fürs Schreiben und Winzern.

Sehen: Streamen Sie Schweizer Filme

Die Kinos sind geschlossen und werden es wohl auch noch einige Zeit bleiben. Auf spannende Filmstunden muss das Publikum aber nicht verzichten – es kann dabei sogar die Schweizer Kunstschaffenden unterstützen. Auf der Streaming-Plattform filmingo.ch kann man über 500 Filme anschauen. Darunter ist auch der Spielfilm «Der Läufer» vom Zürcher Regisseur Hannes Baumgartner oder «Where We Belong», eine Dokumentation über Scheidungskinder von der Zürcherin Jacqueline Zünd.

Kirche: Die Glocken läuten zum online-Gottesdienst

Auch wenn aufgrund der Coronakrise keine Predigten in den Kirchen mehr gehalten werden, so finden doch noch Gottesdienste statt. Die katholischen und reformierten Predigten werden mittels Livestream in die Stube übertragen. Zur Erinnerung werden Kirchenglocken läuten und zur Predigt auf dem Sofa einladen.

Sport: Fit trotz Bewegungseinschränkung

Auch wenn der Bewegungsradius eingeschränkt ist, sollte man sich trotzdem Zeit nehmen, um die Glieder nicht einrosten zu lassen. Sind keine Geräte vorhanden, ist dies aber kein Problem. Dann holen sich Sportbegeisterte den Fitness-Instruktor gleich ins Haus: Beispielsweise auf Youtube gibt es zahlreiche Instruktoren, die ihr Wissen gerne zur Verfügung stellen. Für die nächste Pilates-, Barré- oder Bauch-Beine-Po-Session braucht man also nur eine Matte, einen Computer und ein wenig Überwindung um sich von der Couch zu erheben.

Einkaufen: Aus Solidarität oder gleich noch für den Nachbarn

Statt Hamsterkäufe in den Lebensmittelläden zu tätigen, kann man nun mit Solidaritätsgutscheinen das lokale Gewerbe unterstützen. Die vom Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil injizierte Hilfestellung für Gewerbler im Limmattal wird über die Website gvgo.ch organisiert. Alle Unternehmer, die einem Gewerbeverein im Limmattal angehören, können sich dort als Anbieter registrieren. Die bestellten Gutscheine können später eingelöst werden. Die Aktion soll den lokalen Unternehmern einen kleinen Zustupf in der auch wirtschaftlich belastenden Situation bieten. Wer trotzdem gerne viel einkauft, kann statt nur für den eigenen Haushalt, gleich auch die Einkäufe für den Nachbarn erledigen. In diversen Gruppen wie dem Frauenverein Aesch, auf Gemeindewebsites, bei Kirchen oder auf Facebook können sich Freiwillige melden, die Menschen in der Risikogruppe helfen wollen, damit diese zuhause bleiben können.

Anstossen: ein Hoch auf das Leben

Trotz Quarantäne gibt es auch Gründe zum Feiern: etwa die überstandene Woche Homeoffice, dass bald das zweite Wochenende Selbstquarantäne gemeistert ist, dass man gesund ist oder ganz einfach, dass sich der Samstag wieder von der sonnigen Seite zeigt. Genug Gründe also, ein Bier auf dem Balkon zu öffnen. Sind die Bier-Vorräte aus unerklärlichen Gründen leer, sorgt die Dietiker Darkwolf Brewery mit einer Haulieferung gerne für Nachschub.

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