Zürich

Schule oder weiter Homeschooling? Gemeinderätin will wissen, wie es weiter geht

Auch im Homeschooling müssten alle Schüler denselben Wissensstand erreichen können, fordert Songül Viridén.

Auch im Homeschooling müssten alle Schüler denselben Wissensstand erreichen können, fordert Songül Viridén.

Die GLP-Gemeinderätin Songül Viridén will wissen, wie die Schule Schlieren auf ein allfällig weiteres Homeschooling vorbereitet ist.

Das während des Corona-Lockdowns verordnete Homeschooling hat die Schulen vor grosse Herausforderungen gestellt. Und könnte es auch in Zukunft wieder tun. Die Schlieremer GLP-Gemeinderätin Songül ­Viridén will deshalb wissen, wie die Schulpflege die Informatikinfrastruktur der Schulen in Schlieren für einen eventuellen weiteren Lockdown einschätzt. Zudem interessiert es sie, ob es Minimalstandards für die Lehrer und ihren Unterricht mit den Schülern im Homeoffice gibt, beziehungsweise ob solche noch ausgearbeitet werden.

«Die Coronakrise hat uns alle unvorbereitet getroffen. So auch die Schule, die Schüler, die Lehrer und die Schulpflege. Umso erfreulicher, dass die Schulpflege die Sache so schnell in die Hand nehmen konnte und auch die Eltern jeweils sehr zügig über alle weiteren Vorhaben informiert hat», schreibt Viridén in ihrer kürzlich eingereichten Kleinen Anfrage. Allerdings habe das Homeschooling schnell sehr grosse Unterschiede in seiner Qualität aufgezeigt und damit auch grosse Unterschiede im Wissensstand der Schüler geschaffen.

Einen Grund dafür sieht Viridén bei den verschiedenen Technologien, die während des Fernunterrichts genutzt wurden. «Mit der heutigen modernen Technik konnte – dort wo vorhanden – vieles aufgefangen werden», schreibt sie. So hätten die Lehrer den Kindern Programme und Apps genannt, die diese selbstständig benutzen konnten, ohne dass es die Unterstützung der Eltern bedurfte.

Nicht überall ist moderne Technik genutzt worden

Allerdings sei das nicht immer gegangen. Es hätte auch Kinder gegeben, die nur sehr grobmaschig begleitet worden seien und bei denen die Lehrer eher wenig bis kaum die Möglichkeit der modernen Technik genutzt hätten. Dadurch seien Kinder, deren Eltern sie etwa wegen ihrer beruflichen Verpflichtungen oder auch wegen ihrer Sprache im Homeschooling nicht so intensiv begleiten konnten, nicht ausreichend schulisch betreut gewesen. «Ein Grund dafür könnte sein, dass diese Lehrer nicht ausreichend mit der modernen Technik vertraut sind. Ein anderer Grund könnte jedoch auch die schwierige Situation sein, dass in Schlieren – anders als in anderen Gemeinden – sowohl die Schulen als auch die Kinder Hard- und Software nicht so gut ausgestattet sind», mutmasst Viridén.

Niemand wisse aber, wann ein nächstes Mal komme, so die Gemeinderätin. «Es muss gewährleistet sein, dass bei allen Kindern gleichermassen und umfassend der Lehrplan des Kantons erfüllt werden kann – auch bei einem deutlich längeren Lockdown.» Deshalb will Viridén auch wissen, ob die Lehrer in Bezug auf Homeschooling weiter geschult werden. 

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