Spital Limmattal

Schlieren möchte 40 zusätzliche Betten am Pflegezentrum

Das Pflegezentrum am Spital Limmattal. Schlieren fragt den Spitalverband an, ob die Stadt im Rahmen des Neubaus 40 zusätzliche Betten erhalten kann. Damit könnte sich Schlieren den Neubau ihres Alters- und Pflegeheims Sandbühl sparen.

Das Pflegezentrum am Spital Limmattal. Schlieren fragt den Spitalverband an, ob die Stadt im Rahmen des Neubaus 40 zusätzliche Betten erhalten kann. Damit könnte sich Schlieren den Neubau ihres Alters- und Pflegeheims Sandbühl sparen.

Die Stadt Schlieren liebäugelt damit, ihren Bedarf an Pflegeplätzen im Rahmen des Spital-Neubaus zu decken. Die Abklärungen laufen.

Die Stadt Schlieren benötigt dringend mehr Pflegeplätze für ihre Betagten. Weil das «Alters- und Pflegeheim Sandbühl» bereits ausgelastet und sanierungsbedürftig ist, bekundete der Stadtrat beim Verwaltungsrat des Zweckverbandes «Spital Limmattal» Interesse an 40 zusätzlichen Betten. Damit könnte sich die Gemeinde einen eigenen Neubau als Ersatz für das Sandbühl sparen.

Naheliegende Lösung für Schlieremer Stadtrat

Da sich das Spital Limmattal auf Schlieremer Gemeindeboden befindet, scheint diese Lösung für den Stadtrat sehr naheliegend.
Ein allfälliges gemeinsames Vorgehen der Stadt Schlieren mit dem Zweckverband «Spital Limmattal» muss jedoch im kommenden Halbjahr erst noch geprüft werden. Der Verwaltungsrates des Spitals werde die Strategie für das Pflegezentrum am Spital Limmattal in den kommenden Monaten festlegen, heisst es in einem Schreiben des Stadtrats Schlieren.

36 Betten für 83 Personen

Bereits heute belegen ältere Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Schlieren 37 Betten im «Pflegezentrum Spital Limmattal». Das sind gemäss Kontingent von 25 Betten 12 zu viel.

Im Sandbühl in Schlieren stehen seit je her 84 Betten zur Verfügung. Lediglich 36 davon stehen für Pflegebedürftige zur Verfügung, deren Mobilität stark eingeschränkt ist und die eine mittlere Pflege und Behandlung benötigen. Laut einem Protokoll des Stadtrats aus dem Jahr 2010 rechnet die Stadt bis zum Jahr 2015 mit rund 83 Personen, die auf jene 36 Betten angewiesen sind.

Im Interesse aller Gemeinden

Nun hofft der Stadtrat auf eine Entlastung durch das Spital Limmattal. Markus Bärtschiger, Verwaltungsratspräsident des Spital Limmattal erklärt: «würden wir uns vom Spital Limmattal bereit erklären, das Kontingent für Schlieren von 25 auf 65 Betten zu erhöhen, wäre ein allfälliger Neubau durch die Stadt Schlieren als Ersatz für das Sandbühl überflüssig.»

Im Interesse vieler Gemeinden

Bärtschiger geht sogar noch einen Schritt weiter: Er ist überzeugt, dass ein Neubau durch den Zweckverband «Spital Limmattal» für pflegebedürftige Betagte mit Anschluss ans Spital Limmattal im Interesse vieler Gemeinden aus der Region wäre: «Die demografische Entwicklung unserer Bevölkerung bewegt sich hin zu immer mehr, immer älteren Menschen, die auf Pflege und Betreuung angewiesen sind. Das stellt jede Gemeinde vor neue Herausforderungen», hält Bärtschiger fest.

Indes hofft man im Sandbühl auf eine baldige Entscheidung, wie Leiterin Beatrice Appius auf Anfrage bestätigt. Denn seit dem Antrag im Jahr 2010 seien keine grundlegenden Entscheide zu einem allfälligen Neubau gefällt worden.

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