Schlieren

Schlieremer Feuerwehr: Eltern verlangen mehr Geld nach Unfall

Hier im Bild: Die Hauptübung im vergangenen September zeigte die Feuerwehr Schlieren, was sie kann. Doch der Parkplatz-Mangel neben dem Depot bereitet den Verantwortlichen Kopfweh. Severin Bigler

Nach einer Demonstration im Feuerwehrdepot Schlieren vor zwei Jahren, zog sich ein kleiner Junge eine tiefe Schnittwunde zu – jetzt fordern die Eltern eine höhere Genugtuung.

Es hätte ein anschaulicher Anlass werden sollen. Doch die Demonstration der Gerätschaften im Feuerwehrdepot Schlieren im Rahmen einer Veranstaltung einer Elternvereinigung endete für einen Buben mit einer tiefen Schnittwunde auf der Stirn. Der Kleine musste operiert werden. Der Vorfall liegt zwei Jahre zurück. Die Tränen sind getrocknet und die Narbe verheilt. Doch die Streitigkeiten um die Entschädigung haben erst begonnen.

Wie die Stadt auf Anfrage mitteilt, habe ihr die Familie kürzlich eröffnet, dass sie mit der Entschädigung der Haftpflichtversicherung der Stadt nicht einverstanden sei. Die Abwicklung der Kostenentschädigung und der Genugtuung übernehme die Versicherung, so die Stadt. Sie räumt im Zusammenhang mit dem Ereignis Fehler ein. «Aus dem heutigen Wissen, hätte der Unfall verhindert werden können», heisst es.

Die Stadt zog deshalb Konsequenzen. Zum einen anerkannte sie die Haftungspflicht und schaltete deshalb die Versicherung ein. Zum anderen überprüfte und optimierte sie die internen Abläufe und Sicherheitsvorkehrungen insbesondere bei Besucherführungen. «Es werden wieder Führungen angeboten, jedoch nur für Schulklassen der Stadt Schlieren, ohne Demonstrationen von Geräten», sagt die Stadt. Ihr tut die ganze Sache leid. «Wir bedauern den Vorfall sehr und möchten festhalten, dass das Wohlergehen des Kindes stets im Vordergrund gestanden ist.»

Die Stadt habe sich offiziell bei der Familie entschuldigt und sei in der ersten Phase der Genesung mit ihr in Kontakt gestanden. Ob sich die Versicherung und die Eltern einigen können, wird sich zeigen. Die Familie war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. 

Autor

Sibylle Egloff

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