Schlieren

Rund 400 Besucher in einer Woche: Corona-Anlaufstelle wird rege genutzt

Die besten Schweizer Jungunternehmen 2016 Start-Up NZZ Druckerei in Schlieren. (Archivbild)

Die besten Schweizer Jungunternehmen 2016 Start-Up NZZ Druckerei in Schlieren. (Archivbild)

Besonders Start-ups mit Jahrgang 2019 nutzen die Covid-19-Anlaufstelle. Das Angebot wurde von Schlieremer Wirtschaftsvertretern ins Leben gerufen.

Die Schlieremer Wirtschaft weiss sich in Zeiten des Coronavirus zu helfen. Denn seit gut einer Woche gibt es die lokale Covid-19-Anlaufstelle, wo sich Unternehmen über Hilfestellungen in der Krise informieren können. Pascal Hollenstein vom Institut für Jungunternehmen, der bei diesem Projekt federführend ist, teilt auf Anfrage mit, dass das Angebot auf Anklang stösst. «Bis gestern besuchten rund 400 Personen unsere Website und informierten sich über Themen wie Kurzarbeit und den Erhalt von Überbrückungsauszahlungen des Bundes», sagt er.

Die Covid-19-Anlaufstelle für Schlieremer Unternehmen entstand durch die Zusammenarbeit verschiedener Player der Wirtschaft und der Stadt. Neben dem Bio-Technopark, Start Smart Schlieren, dem Institut für Jungunternehmen, dem Verein Fachgeschäfte Pro Schlieren und der Koordinationsstelle Shopping Schlieren war auch die Schlieremer Wirtschaftskammer beteiligt. «Eine Mitteilung über die Anlaufstelle ging an alle Mitglieder der Vereine, die sich am Projekt beteiligten», so Hollenstein.

Besonders zwei Fragen treiben Schlieremer Unternehmen um

Neben der Website, auf der sämtliche Informationen sowie Kontakte zu diversen Stellen des Kantons und des Bundes angegeben sind, bietet die Initiative auch telefonische Unterstützung. Täglich zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 17 Uhr beantwortet das Support-Team Anfragen unter der Nummer 044 731 96 65. «Wir versuchten aber, unsere Website so zu gestalten, dass sämtliche Fragen beantwortet und Kontakte vermittelt werden. Bleiben danach bei den Unternehmern offene Fragen, ist die Telefon-Hotline die richtige Adresse.» Laut Hollenstein kommen dabei besonders zwei Fragen oft auf. «Einerseits informieren sich zahlreiche Selbstständige darüber, wie und ob sie Kurzarbeit beantragen können. Wir vermitteln sie direkt weiter ans Amt für Wirtschaft und Arbeit
des Kantons Zürich, wo das weitere ­Vorgehen geklärt werden kann», so Hollenstein.

Die zweite Frage, die auffallend häufig gestellt werde, drehe sich um Überbrückungszahlungen des Bundes für Unternehmen, die erst im letzten Jahr gegründet wurden. «Diese verfügen noch über keine Angaben zum Jahresumsatz, die für den Erhalt der Überbrückungskredite notwendig wären. Hier soll das Dreifache der Nettolohnsumme für das ganze laufende Geschäftsjahr herangezogen werden», so Hollenstein. Seit dieser Woche ist aber bekannt, dass es für solche Jungunternehmen eine zweite Möglichkeit gibt. Da sie vom Bundespaket wenig berücksichtigt werden, schnürte der Kantonsrat Anfang Woche ein Hilfspaket in der höhe von 425 Millionen Franken. Bei diesem stünden die Start-ups im Zentrum, sagte der Zürcher Finanzvorsteher Ernst Stocker (SVP) am Montag im Kantonsrat.

Unternehmen sind froh um ­regionale Informationsquelle

Die Notwendigkeit für eine solche Hotline sei darin begründet, so Hollenstein, dass die Informationsflut derzeit riesig ist. «Von allen Seiten kommen Neuigkeiten, die oft nur schwer einzuordnen sind. Mit diesem Angebot werden diese Informationen sortiert und man weiss alles Notwendige», sagt er. Zahlreiche Unternehmen seien froh, dass es eine vertrauenswürdige Informationsquelle auf regionaler Ebene gebe. «Unser Angebot richtet sich zwar primär an Schlieremer Unternehmen, doch erhalten wir Anfragen aus dem ganzen Kanton und beantworten natürlich auch diese.»

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