Wohnraum
Nicht nur in der Stadt: Mietzinsen sind überdurchschnittlich hoch

Die Zürcher Mietzinsen sind hoch. Das kantonale Statistikamt hat in einer Erhebung aufgezeigt: Sie liegen in fast allen Regionen über dem nationalen Durchschnitt. Im untersuchten Zeitraum zwischen 2015 und 2017 betrug die durchschnittliche Nettomiete für eine Dreizimmerwohnung kantonsweit 1471 Franken.

sda
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Im Kanton wohnten 2015 bis 2017 70 Prozent der Haushalte zur Miete. Im Bild: Schlieren

Im Kanton wohnten 2015 bis 2017 70 Prozent der Haushalte zur Miete. Im Bild: Schlieren

Keystone/Severin Bigler

Die überdurchschnittlich hohen Mieten gelten nicht nur für neu ausgeschriebene Wohnungen, sondern auch für die bestehenden Mietverhältnisse, wie das Statistische Amt des Kantons Zürich am Mittwoch mitteilte. Am meisten bezahlen müssen die Mieterinnen und Mieter in der Stadt Zürich, in den Gemeinden Zollikon, Kilchberg und Uitikon.

Die Preisspanne ist dabei allerdings gross, vor allem in Regionen mit hohen Durchschnittsmieten. Denn dort gibt es neben Luxuswohnungen auch günstige Bestandsmieten. Wie viel Miete pro Quadratmeter bezahlt werden muss, hängt auch von der Grösse der Wohnung ab. Das schlechteste Preis-Flächenverhältnis haben 1-Zimmerwohnungen, bei 4- bis 5-Zimmerwohnungen gibt es pro Franken Miete am meisten Wohnfläche.

Grosse Mehrheit wohnt zur Miete

Gemeinnützige Wohnungen, mit denen keine Rendite erwirtschaftet werden soll, gibt es vor allem in den Städten Zürich und Winterthur. Dabei betragen die Preisunterschiede zwischen gemeinnützigen und nach dem Marktprinzip vermieteten Wohnungen in der Kantonshauptstadt im Durchschnitt zwischen 5 und 6 Franken pro Quadratmeter bei einer 4-Zimmerwohnung. In Winterthur sind es knapp 3 Franken.

Insgesamt wohnen gut 70 Prozent der Haushalte im Kanton Zürich zur Miete. Das ist national betrachtet der dritte Platz nach den Kantonen Genf und Basel-Stadt. In der Stadt Zürich wohnen gar 90 Prozent als Mieterinnen und Mieter, im Weinland sind es nur 41 Prozent.