Gerhart Isler freut sich über seine Wiederwahl zum Bergdietiker Gemeindeammann. Fast scheint vergessen, dass er in den Gemeinderatswahlen vom August das schlechteste Resultat der fünf Kandidierenden erzielte. Damals überflügelten den Bürgerforum-Politiker sogar die neuen Ralf Dörig (FDP) und Urs Emch (SVP). Bei der gestrigen Wahl zum Gemeindeammann erhielt Isler jedoch ein gutes Resultat. Auf 338 der 461 gültigen Wahlzettel stand sein Name. Weitere Stimmen gingen an Ralf Dörig (73 Stimmen) und den bisherigen SVP-Gemeinderat Urs Vogel (27 Stimmen). «Ich bin zufrieden mit diesem Resultat», sagte Isler am Sonntag auf Anfrage.

Vogel hat 50 Stimmen mehr

Auch die Wahl zum Vizeammann war alles andere als umstritten. Obwohl diese Position neu zu besetzen war, da Martin Kaufmann (SVP) sich im vergangenen August nicht mehr zur Wahl in die Exekutive stellte. Sein Parteikollege Urs Vogel konnte mit 384 Stimmen am meisten Wählerstimmen auf sich vereinen. Urs Emch, ebenfalls von der SVP, hatte mit nur 31 Stimmen das zweitbeste Resultat.

Dass Gerhart Isler bei seiner Wahl zum Ammann rund 50 Stimmen weniger erhielt, ist für ihn kein Ärgernis. «Natürlich stört mich dies nicht», so Isler. Es sei nun mal so, dass ein Gemeindeammann eine exponierte Position innehabe und in der Bevölkerung somit auch am meisten anecke. «Zudem hat Herrn Vogels Partei, die SVP, die breiteste Basis in Bergdietikon.» Aber auch, dass Urs Vogel im Dorf sehr gut vernetzt sei, habe dazu geführt, dass dieser mehr Stimmen erhalten habe.

Leicht höhere Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung fiel leicht höher als bei den Gemeinderatswahlen im vergangenen August aus. Damals gingen 25,3 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne, während gestern rund 28 Prozent ihre Stimme abgaben. «Dies ist für Bergdietikon noch immer eine eher tiefe Wahlbeteiligung», so Isler. Aber es sei auch verständlich, dass wenn nur zwei Personen zur Auswahl stünden, sich einige Leute nicht die Mühe machen, wählen zu gehen.