«Kann ich Ihnen helfen?», fragt eine Post-Mitarbeiterin, als ein Kunde die Filiale am Dietiker Bahnhofplatz betritt. Seine Blicke gleiten durch den ganzen Raum, interessiert mustert er alles. Nicht ohne Grund, denn die Filiale erstrahlt in ganz neuem Glanz. Seit gestern gehört die Dietiker Post zu den sogenannten Filialen der Zukunft.

Das neue Konzept ist einfach: Heller, moderner und freundlicher. «Durch weniger Beton und mehr Holz sieht es viel ruhiger und sympathischer aus», sagt Post-Sprecher Markus Werner. Sympathischer sollen auch die neuen Schalter sein, denn sie haben keine Glasscheiben mehr. «So sind wir näher an den Kundinnen und Kunden», erklärt Werner. Die anwesenden Kunden sehen durchaus Vorteile in dem neuen Konzept: «Ich finde es super. Wenn man etwas nicht weiss, wird man sofort aufgeklärt», sagt einer.

Physische und digitale Post zusammenbringen

«Wir wollen die Leute abholen, ihre Fragen beantworten und helfen», sagt Alessandro Suppa, Leiter des Filialgebietes Dietikon. Deshalb begrüsse nun neu ein Post-Mitarbeiter jeden Kunden am Eingang. «So kann er direkt betreut werden. Wir helfen dann und lenken den Kunden an den richtigen Ort», so Suppa.

Auch der Informationstisch in der Mitte des Raumes ist neu. Dort sollen die Kundinnen und Kunden über digitale Optionen aufgeklärt werden. «Ziel ist es, die physische und digitale Post zusammen zu bringen», erklärt der Filialleiter.

Täglich betreten rund 1500 Kundinnen und Kunden die Postfiliale am Dietiker Bahnhofplatz. Viele davon wollen ein Paket abgeben und müssen dafür anstehen. Das soll sich nun ändern: «Ab Oktober gibt es eine Selbstbedienungs-Theke. Reinkommen, Paket abgeben und fertig», meint Suppa. Das trage auch zur Entlastung der Mitarbeiter bei, genauso wie der My-Post-24-Automat, der rund um die Uhr zugänglich ist.

Eine Post für Erwachsene und Kinder

Die Umbauten haben während dem Tagesgeschäft stattgefunden. «Es war eine Herausforderung. Am Ende kam dann doch noch etwas Hektik auf», sagt Suppa. Dennoch sei die Umstellung reibungslos verlaufen. Und Post-Sprecher Werner meint: «Mit dem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden.» Nach Schlieren ist Dietikon die zweite Limmattaler Filiale, die umgebaut wurde. Schweizweit sollen in den nächsten drei Jahren noch rund 300 weitere Filialen folgen.

An der neuen Post sollen auch Kinder ihren Spass haben: ein Tisch mit Blättern und bunten Stiften steht vor den Schaltern. «Mit einem Briefkasten, damit die Kinder ihre Briefe einwerfen können», sagt Suppa. Gestern wurden die Kundinnen und Kunden mit einem ganz speziellen Schöggeli überrascht, wie der Filialleiter verrät: «Auf der Verpackung steht das Neueröffnungsdatum.»