Dietikon
Wenn Caroline es auf den Stapi abgesehen hat, bleibt kein Auge trocken

Das Orchester der Stadtmusik Dietikon schöpfte bei seinem Jahreskonzert aus dem Vollen: In der Stadthalle blieb kein Platz frei – und kein Auge trocken. Denn als Star-Gäste waren Kliby und Caroline eingeladen.

Senada Haralcic (Text und Foto)
Drucken
Teilen
36 Jahre nach ihrem ersten Auftritt mit der Stadtmusik Dietikon standen Kliby und Caroline wieder in der Stadthalle auf der Bühne.

36 Jahre nach ihrem ersten Auftritt mit der Stadtmusik Dietikon standen Kliby und Caroline wieder in der Stadthalle auf der Bühne.

«Heute wollen wir uns in alte Zeiten zurückversetzen», sagte Moderator Roland Debrunner zu Beginn des Abends zum Publikum. Er erinnerte die Zuschauer daran, dass die Stadtmusik 1978 erstmals mit Bauchredner Urs Kliby und seiner Eselsdame Caroline aufgetreten ist. Als das Duo nun – 36 Jahre später – die Bühne betrat, freute sich das Publikum auf gute Unterhaltung.

Müller gab eine Gesangseinlage

Ein Zuschauer jedoch sollte eine grosse Überraschung erleben: Die Eselsdame Caroline hatte es mit ihren Sprüchen nämlich auf Stadtpräsident Otto Müller abgesehen. So stellte sie ihm etwa Rechenaufgaben oder forderte ihn auf «Frère Jacques» zu singen. «Ich habe als Stadtpräsident schon vieles erlebt, aber von spontanen Gesangseinlagen blieb ich bisher verschont», sagt Müller am Ende des Abends amüsiert. Er habe Tränen gelacht und das Revival von Kliby und Caroline sehr genossen.

Der erfahrene Bauchredner Urs Kliby wusste offenbar genau, worauf es ankommt und wie er das Publikum auch heute noch zum Lachen bringt: «Wenn ich niemanden im Publikum kenne, dann nehme ich für meine Sketche einen Politiker», verriet er nach dem Auftritt.

Auch Moderator Urs Debrunner erinnert sich noch gut daran, wie er als 19-Jähriger in der Stadtjugend- Musik das Duo schon einmal erleben durfte: «Als wir in der Pause den Auftritt sahen, blieb kein Auge trocken. Kliby sieht immer noch gleich aus wie damals», sagt Debrunner erstaunt. «Viele Zuschauer sehen sich meine Auftritte an, um den Enkelkindern zu zeigen, worüber sie damals gelacht haben», sagt Kliby. Auch er erinnert sich noch genau an seinen Auftritt vor 36 Jahren. «Damals standen wir noch in der alten Stadthalle auf der Bühne», so der Bauchredner.

Stadtmusik: Drama und Action

Die Stadtmusik Dietikon bot Einiges, um die Hauptattraktion an diesem Abend zu bleiben: So spielte das Blasorchester etwa dramatische Filmmusik vom Komponisten John Williams oder Stücke von «Village People» und erntete viel Applaus dafür. Und die Swiss Jungle Drummers hatten sich etwas Besonderes überlegt, um am Jahreskonzert zu glänzen: Sie spielten im Dunkeln mit leuchtenden Drumsticks. Eröffnet wurde der musikalische Teil des Abends von der Tambourengruppe, die mit dem Stück «Enjoy» – «Geniesse» – gleich auch ein Motto für den Abend setzte.

Und tatsächlich schienen am Ende alle Anwesenden vom dargebotenen Programm sehr überzeugt zu sein. Sowohl Kliby und Caroline als auch die Stadtmusik Dietikon ernteten ordentlich Applaus für den abwechslungsreichen und unterhaltenden Abend.

Aktuelle Nachrichten