Limmattal
Wenig Wasser, mehr Dürre: Die Christbäume sind aktuell brandgefährlich

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor der Dürre der Christbäume und Adventskränze. Zu Bränden ist es im Limmattal während den Festtagen aber nicht gekommen.

Drucken
Teilen

Keystone

Die Kantonspolizei Zürich warnte am Montag auf ihrer Facebook-Seite vor Christbaum- und Adventskranzbränden. Viele Bäume und Kränze seien inzwischen dürr und trocken. Deshalb sei beim Anzünden von Weihnachtsbaumkerzen aktuell höchste Vorsicht geboten. Die Kerzen sollten zudem nie unbeaufsichtigt brennen gelassen werden. Noch sicherer sei es allerdings, Christbäume und Adventskränze bereits kurz nach den Festtagen gleich ganz zu entsorgen.

Die Polizeiwarnung sei vor allem präventiver Natur, sagt Kantonspolizeisprecherin Carmen Surber auf Anfrage. «Bisher musste die Polizei im Limmattal nicht wegen eines Christbaumbrandes ausrücken.» Alles in allem seien die letzten Tage in der Region sehr ruhig verlaufen, ergänzt sie. Einzig in Dietikon musste die Kantonspolizei in der Silvesternacht wegen eines von Feuerwerk ausgelösten Balkonbrands ausrücken.

Dass mit Christbäumen derzeit nicht zu spassen ist, betont auch Michael Heynen, Kommandant der Feuerwehr Birmensdorf-Aesch: «Die Dürre der Weihnachtsbäume wirkt ­aktuell wie ein Brand-beschleuniger. Innert Sekunden kann ein Baum niederbrennen.» Je länger ein Baum in der Stube steht und je weniger Wasser er bekommt, desto dürrer wird er. Da die Nadelbäume ihre grüne Farbe trotzdem behalten können, erkenne man die Gefahr oft gar nicht. Meist seien es angezündete Kerzen, die einen Brand verursachen, sagt Heynen. Während der diesjährigen Weihnachtszeit sei ein solches Missgeschick bisher glücklicherweise noch nicht passiert.

Je weniger Wasser ein Christbaum bekommt, desto dürrer wird er. Da er seine Farbe oft beibehält, erkennt man die Gefahr meist nicht.

(Quelle: Michael Heynen, Feuerwehrkommandant Birmensdorf-Aesch)

Um allfälligen Bränden zu Hause zuvorzukommen, hatte die Feuerwehr Birmensdorf-­Aesch Anfang letztes Jahr zum ersten Mal ein Weihnachtsbaum-­Verbrennen organisiert. Dabei wurden rund dreissig Christbäume verbrannt – unter Aufsicht der Feuerwehrmänner und ohne zusätzliche Belastung für die Umwelt. Ein Baum stosse gleich viel CO2 aus, egal ob man ihn verbrenne oder vermodern lasse, so Heynen. Wegen der Coronapandemie findet dieses Jahr allerdings keine solche Baumverbrennung statt, genauso wenig wie in Schlieren. Dort wurden in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls solche Aktionen organisiert.